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Windrad-Rotor: 34 Tonnen und drei Flügel am Haken

Umbau in Geismar Windrad-Rotor: 34 Tonnen und drei Flügel am Haken

Es dauerte lange, bis die gewaltige Nabe mit den drei Meter langen Flügeln endlich frei am Haken hängt. Nach 15 Jahren unter dem Druck von Wind und Wetter sitzen die Schrauben fester als erwartet, sagt später ein Arbeiter, der mehrere Stunden mit seinen Kollegen bei eisiger Kälte im Maschinenraum die Schrauben gelöst hat – klopfend und rumpelnd in 65 Metern Höhe.

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Kalter Arbeitsplatz in gut 65 Metern Höhe: Windrad-Experten hängen den Rotor mitsamt Nabe und Flügeln an den Kran-Haken.

Quelle: Heller

Geismar. Dann schaukelt das 34 Tonnen schwere Gebilde nur behäbig hin und her – zum Glück. Das, was die Anlage sonst dringend braucht, wäre heute Gift: zu viel Wind. „Denn am wichtigsten ist es, dass wir den Stern ruhig halten und die empfindlichen Blätter nirgendwo anecken“, sagt Bauleiter Enno Schmidt.

Mit seinen Kollegen von der Firma Enercon und einem Spezialkran hat er am Montag den Rotor des bisher einzigen Windrades auf Göttinger Grund abmontiert, noch am Kranhaken in die Horizontale gedreht und dann sanft auf dem Feld abgesetzt. Hier werden heute die Flügel abgeschraubt und an eine neue Nabe montiert.

Beim Abbau des Windrad-Rotors bei Geismar wird deutlich, welche Dimensionen hinter solch einem Bauwerk stecken. 34 Tonnen hängen am Haken. © Heller

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15 Jahre nach ihrem Bau bekommt die Windkraftanlage „Eva 2“ der Gesellschaft „Energieverbund Angerstraße“ eine neue Rotorachse. Seit 1998 sei das Windrad vom Typ Enercon E-66 täglich fast 18 Stunden gelaufen, erklärt Mitbetreiber Werner Lamke.

In 100 738 Betriebsstunden habe die Anlage 21 257 055 Kilowattstunden Strom erzeugt. Da sei ein Naben-Tausch einfach fällig – bezahlt per Wartungsvertrag vom Hersteller. Und Mitbetreiber Elmar Schwedhelm geht davon aus, dass „Eva 2“ nach dieser Kur noch mindestens zehn weitere Jahre laufen wird.

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