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„Wir jammen auch live, das ist kein Problem“

„Dead Horse and the incredible Ponies“ „Wir jammen auch live, das ist kein Problem“

Sie haben durchaus Gefühl, können aber auch ordentlich rocken. Die Rede ist von „Dead Horse and the incredible Ponies“. Die Sechs treten am Sonnabend, 30. Mai, beim Openair-Festival „Rock am Waggon“ in Klein Wiershausen auf. Bis dahin wird noch fleißig geprobt – in einer ehemaligen Kirche in Moringen.

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Proben derzeit an geschichtsträchtiger Stätte in Moringen: „Dead Horse and the incredible Ponies“.

Quelle: Theodoro da Silva

Über allem schwebt der Geist Münchhausens. Hier in Moringen, in der ehemaligen Martini-Kirche, waren einst sogar die Nachfahren des berühmten Lügenbarons begraben. Jetzt erinnern nurmehr einige verblasste Figuren an den für seine Schauergeschichten berüchtigten Freiherrn.

In dieser Umgebung proben derzeit „Dead Horse and the incredible Ponies“ für ihren Auftrtitt bei „Rock am Waggon“. Bassistin Silke Carstens wohnt hier mit ihrem Mann. Und da vor wenigen Tagen erst Sohn Artur zur Welt kam, ist derzeit an weite Fahrten nicht zu denken. Also trifft sich die Band mindestens einmal pro Woche hier.

„Wirklich Action“

Einige der Mitglieder kennen sich zwar bereits seit der Schulzeit, doch erst seit zwei Jahren sind die Sechs in ihrer jetzigen Formation vereint. „Seitdem ist wirklich Action“, sagt Schlagzeuger Daniel Ristau. Die Ponies haben sich „klassischen Pop-Rock“ auf die Fahnen geschrieben, mit melancholischen Zügen. Gitarrist Georg Willms nennt das ganze schlicht und einfach „Horse-Rock“.

Schlicht indes kommen die Sechs keineswegs daher. Im Gegenteil: Ihre Songs schreiben sie selbst, wobei sich hier besonders Sängerin Bianca Dietrich hervortut – und sich als Improvisationstalent entpuppt. So kommen ihr gerade während des Spielens die besten Zeilen in den Sinn, weswegen sie beim Proben immer einen Bleistift dabei hat. Denn „ohne Melodie kein Text“. Auch Freestyle, also das spontane Texten auf der Bühen, sei kein Problem für sie, meint Dietrich. Und Schlagzeuger Ristau ergänzt ebenso selbstbewusst: „Wir jammen auch live, kein Problem. Das rockt immer.“

Rocken können die Sechs, keine Frage. Selbst in melancholischen Stücken wie „Manchmal“ (übrigens nur eines von zwei deutschsprachigen Liedern im Repertoire der Ponies) geht immer wieder die Post ab. „Wir sind ja auch keine Trauerkapelle“, meint Gitarrist Markus Ullrich. So ist es an Sängerin Dietrich, die Band nach solch wilden Phasen durch ihre wunderbar weiche Stimme wieder in ruhigeres Fahrwasser zu schiffen. Das wirkt durchaus ausgereift und lässt sich richtig gut anhören.

Dass die Band funktioniert, liegt nicht nur an dem freundschaftlichen Verhältnis unter den Musikern, die alle „um die 30“ sind. Hier wächst etwas, das mehr will – und vor allem noch mehr kann. Abgerundet wird das Ganze durch einen Schuss Realismus, denn „jung und wütend ist das nicht mehr“, meint Ristau. „Nur noch wütend“, ergänzt Carstens. Besser hätte es Münchhausen auch nicht formulieren können.

Karten für „Rock am Waggon“ am Sonnabend, 30. Mai, in Klein Wiershausen gibt es unter anderem in Göttingen bei der Tourist-Information im Alten Rathaus, Markt 9. Weitere Infos im Internet unter www.rockamwaggon.de. Näheres zur Band  ebenfalls im Internet unter www.myspace.com/dhpmusic.

Von Andreas Fuhrmann

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