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Wird Busfahren bald teurer?

Göttinger Verkehrsbetriebe Wird Busfahren bald teurer?

Busfahren in Göttingen soll teurer werden. Stimmen Rat und Landes-Nahverkehrsgesellschaft (LNVG) zu, werden Fahrkarten ab Mai 2017 um etwa 4,5 Prozent teurer. Ein Einzelfahrschein für Erwachsenen kostet dann 2,30 statt 2,20 Euro.

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Quelle: Hinzmann

Göttingen. Als zentralen Grund für die Fahrpreiserhöhung geben die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) in ihrem Wirtschaftsplan für 2017 zwei entscheidende Gründe an: Sie rechnen mit steigenden Personalkosten nach einem Gerichtsurteil über anzurechnende Arbeitszeiten für Umkleiden und ähnliches vor- und nach dem eigentlichen Dienst.

Seit Jahren nicht kostendeckend

Und sie rechnen mit zusätzlichen Ausgaben für Gutachten, Planung und Schulung des Werkstattpersonals für künftige Elektro-Busse im Stadtbetrieb. Dadurch steigen die Gesamtausgaben, erklären die GöVB – und damit auch ihr jährlicher Verlust. Denn kostendeckend ist das städtische Busangebot seit vielen Jahren nicht. Im vergangenen Jahr musste die Stadt gut 7,4 Millionen Euro zuschießen. Im nächsten Jahr darf die Verlustübernahme laut Haushaltsplan acht Millionen Euro nicht überschreiten.

Das aber könne nur mit einer Erhöhung der Fahrpreise eingehalten werden, sie die GöVB. Mit der geplanten Anpassung werde das Defizit im nächsten Jahr voraussichtlich 7,87 Millionen Euro betragen, ohne gut 8,1 Millionen Euro.

Antrag bis Jahresende

Im Detail schlagen die GöVB unter anderem folgende Preise vor: Einzelfahrschein Erwachsene: 2,30 Euro (bisher 2,20), Kinder: 1,15 Euro (1,10); Viererkarte Erwachsene: 8,30 Euro (7,70), Kinder: 4,15 Euro (3,90); Bürgerkarte: 52,50 Euro (50). Im Vorverkauf sind die Fahrkarten nach wie vor etwas günstiger.

GöVB in Zahlen

Göttinger Stadtbusse gibt es seit 1927. Die Göttinger Verkehrsbetriebe ( GöVB) bedienen heute 19 Tages- und acht Nachtlinien im Stadtgebiet sowie bis nach Bovenden und Rosdorf). Für die GöVB sind etwa 265 Fahrer abwechselnd mit zurzeit 92 Linienbussen unterwegs. In diesem Jahr rechnet die Gesellschaft erneut mit 22 bis 23 Millionen Fahrgäste.  us

Die Verkehrsbetriebe drängen auf eine schnelle Entscheidung des Rates und seiner Vertreter in der Gesellschafterversammlung. Der Antrag müsse bis Jahresende bei der LNVG eingehen. Dieser „Druck“ aber hat einige Politiker im Finanz- und Wirtschaftsausschuss des Rates verärgert. „Fahrpreiserhöhungen kann man in dieser Stadt nicht einfach mal so durchwinken“, protestierte für die Grünen Dagmar Sakowsky. Der Ausschuss hat nicht entschieden. Der Rat tagt am Freitag, 16. Dezember, ab 16 Uhr im Neuen Rathaus.

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