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Wirtschaftsclub-Anlegern droht die Steuerfahndung

Scheu vor Anzeigen Wirtschaftsclub-Anlegern droht die Steuerfahndung

Für Wirbel hat die Veröffentlichung der Ermittlungen gegen Verantwortliche des GVW Wirtschaftsclubs gesorgt. Mehrere Mitglieder haben sich beim Tageblatt gemeldet oder Rechtsanwälte eingeschaltet, um von ihren Erfahrungen mit dem nicht eingetragenen Verein zu berichten oder Ansprüche wegen verschwundener Einlagen geltend zu machen.

Ein Göttinger etwa berichtet, er habe zunächst in der Neun-Prozent-, später in der Zwölf-Prozent-Liga fünfstellige Summen angelegt, daraus auch die versprochenen Zinsen – teils bar – erhalten, versuche aber seit eineinhalb Jahren, sein eingebrachtes Kapital zurückzuerhalten. Der Verein reagiere nicht einmal darauf. Eine Klage ist inzwischen anhängig.

In Internet-Kommentaren auf den Tageblatt-Beitrag wird gar behauptet, erst die Veröffentlichung der Ermittlungen sorge dafür, dass Konzepte zur Sanierung des Vereins scheitern müssten. Indirekt wird damit zugegeben, dass große Summen fehlen. Mutmaßlich scheuen aber manche Mitglieder eine Anzeige, so der Anwalt eines Geschädigten. Vielfach sei Schwarzgeld angelegt worden. Insider schilderten dem Tageblatt detailliert, wie Mitglieder große Summen direkt vom Konto im Ausland zum Vereinsabend mitbrachten.

Nun droht Mitgliedern auch noch die Steuerfahndung. Das Finanzamt für Steuer- und Strafsachen bestätigt den Eingang einer Anzeige. Es sei, so behauptet ein Opfer, von GVW-Mitgliedern gefordert worden, Zinseinnahmen nicht zu versteuern, damit das Finanzamt auf die illegalen Bankgeschäfte des Vereins nicht aufmerksam wird. Den Antrag auf Herausgabe der beschlagnahmten 14 Kilo Silber hat das Amtsgericht inzwischen abgewiesen.

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Mutmaßlich Millionenschaden

Der Karton stand am Boden und war arg schwer. Polizisten stolperten fast darüber. Der Inhalt gehört zu einem Betrugsverfahren, das seinesgleichen sucht: Dutzende, vielleicht hunderte Mitglieder des „ersten privaten Wirtschafts-clubs Norddeutschlands“ sind auf die finanziellen Verheißungen eines 47 Jahre alten Rosdorfers reingefallen.

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