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Wischwasser-Kontrolle und Junges Theater: Wie denn nun?

Wochenendkolumne Wischwasser-Kontrolle und Junges Theater: Wie denn nun?

Mit den Verordnungen ist das so eine Sache. Verabschieden, drucken – und das war es dann. Meistens. Neuestes Beispiel: Eine Satzung, die das Schütten von Wischwasser in öffentliche Gullys unter Strafe stellt. Immerhin bis zu 5000 Euro. Vielleicht aber auch nur 50 Euro. Was mich bei der Frage umtreibt: Wer kontrolliert so etwas denn bitte schön?

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Ilse Stein, Tageblatt-Chefredakteurin.

Quelle: Archivfoto

Göttingen. Eine Putzeimer-Kontroll-Schwadron? Wo doch unser Göttinger Ordnungsamt nicht mal genügend Leute hat, um nächtlichen Ärger, Lärm und öffentlichen Suff in der Innenstadtin den Griff zu bekommen. Jetzt auch noch freitägliches Putzen? Aber schön, dass es die neue Fassung der Satzung jetzt gibt. Würde mich nur noch interessieren, wie das im bekanntesten Putzland Deutschlands, in Schwaben, so gehandhabt wird?

"Wie denn nun?"

Die Frage: Wie denn nun? Die haben wir uns in der Redaktion übrigens auch im Zusammenhang mit der Wahl des bisherigen  Jungen-Theater-Intendanten Andreas Döring am Schlosstheater Celle gestellt. Beziehungsweise mit dem Zeitpunkt seines Abgangs. Dörings Vertrag, da gibt es keinen Zweifel, endet im Sommer 2014. Aber sofort nach seiner Wahl in Celle, wo er im Sommer 2014 beginnen soll, wurde von allen Seiten gemunkelt, Döring werde Göttingen bereits in diesem Jahr verlassen. Was wir dann auch geschrieben haben. Worauf Döring einen wütenden öffentlichen Brief verfasste und von Falschmeldungen sprach.

Nun dies: Derselbe Döring sitzt im öffentlichen Kulturausschuss und hört sich in aller Ruhe an, wie Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) beiläufig erzählt, Döring gehe dann schon bald, noch dieses Jahr . Der JT-Aufsichtsratsvorsitzende Harald Noack , CDU, ist sich dessen sogar sicher, wie er bereits vor einigen Tagen erklärte.

Und Döring? Der sitzt auch im Ausschuss und sagt gar nichts. Das Theaterstück um Junges und Deutsches Theater geht also weiter. Zumal wir nun auch noch einen neuen Intendanten, Erich Sidler, für das Deutsche Theater haben (aus der Schweiz, ebenso wie der jetzt scheidende Mark Zurmühle ).

Streitbarer DT-Intendant

Wie denn also die angestrebte Fusion der beiden Göttinger Theater aussehen werde: Das ist die Frage der kommenden Monate. Wer dabei schon jetzt eine Personalunion darstellt, ist Harald Noack: Er fungiert nicht nur als Aufsichtsratsvorsitzender des Jungen Theaters sondern auch als Vorsitzender des Fördervereins für das Deutsche Theater. Da müssten beide Interessen doch bestens vertreten werden. Egal wie, der neue DT-Intendant jedenfalls gilt – das zeigen die Medienberichte aus seiner früheren Heimat Bern – als sehr streitbar. Gerne auch gegenüber den örtlichen Zeitungen und deren Kritikern. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit – an diesem Wochenende aber erstmal auf einige sonnige Stunden!

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