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Wochenendkolumne von Ilse Stein

Welches Amt für wen? Wochenendkolumne von Ilse Stein

Wochenend-Einsätze ist eine Redaktion gewohnt. Doch eine solch spannende Wahlkampf-Nacht (gerne als „Wahlkrimi“ bezeichnet) wie die vom vergangenen Sonntagabend, so etwas erleben auch wir selten. Und nun, wo feststeht, dass der Sozialdemokrat Stephan Weil künftig als Niedersachsens Ministerpräsident agieren wird, ist natürlich die nächste Frage: Welches Amt für wen?

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Quelle: EF

Da steht die Region Göttingen offenbar sehr gut da: gleich drei Ministerposten für örtliche Kandidaten im Gespräch waren zunächst im Gespräch. Gabriele Andretta, unter SPD-Genossen schlicht „unsere Gabi“ genannt, war schon lange als Wissenschaftsministerin im Schattenkabinett präsentiert.

Stefan Wenzel von den Grünen, der persönlich ein Spitzenergebnis in Göttingen-Stadt erzielt hat und für die Grünen als Spitzenkandidat Nr. 2 auf der Liste stand, hat sich seit jeher als Umwelt-Spezialist einen Namen gemacht. Was ihn zum Umweltminister prädestiniert – auch wenn dafür ein SPD-Mann namens Detlev Tanke vorgesehen war.

Und SPD-Frau Frauke Heiligenstadt sollte das Kultusressort übernehmen – wofür nun aber auch die kräftig mitredenden Grünen Interesse zeigen. Aber so ist das, wenn plötzlich in einer Koalitionsregierung die Posten verteilt werden.

Andretta und Wenzel: Nr. 5. und 6.

Wenn es bei Andretta und Wenzel bliebe (wonach es gerade noch aussieht), dann wären sie die Nr. 5. und 6. unter all den Ministern, die seit 1946, also innerhalb der vergangenen 66 Jahre, aus den Göttinger Wahlkreisen stammen. Angefangen bei Klaus Peter Bruns, SPD, der von 1970 bis 1976 (unter Alfred Kubel) Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten war.

Es folgte 1998 bis 2003 Thomas Oppermann, SPD (unter Ministerpräsident Sigmar Gabriel) als Minister für Wissenschaft und Kultur,  zeitgleich mit dem aus Münden stammenden Wolfgang Senff, ebenfalls SPD als Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten.

Nun also nach Oppermann wieder eine SPD-Besetzung für das Wissenschaftsministerium, so es bei der Aufstellung des Schattenkabinetts bleibt: Gabriele Andretta. Und Stefan Wenzel hätte gute Chancen, als zweiter Grüner nach Jürgen Trittin ein Ministeramt in Niedersachsen zu besetzen.

Trittin nämlich amtierte von 1990 bis 1994 als niedersächsischer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten - im Kabinett von Gerhard Schröder. Wenzel nun könnte das Umweltministerium besetzen.

Insgesamt eine gute Bilanz für die Region Südniedersachsen im Kabinett von Weil. Aber bis zur endgültigen Wahl des Kabinetts am 19. Februar ist ja noch ein wenig Zeit... Nicht zu vergessen: Alle neuen Minister benötigen neue Pressesprecher, Büroleiter und Staatssekretäre. Die Posten-Schieberei, diesmal bei Rot-Grün, hat landesweit begonnen.

Karneval, Handwerkerball und Turnkunst

Derweil hat uns längst der Redaktionsalltag wieder erreicht. Mit nicht minder spannenden Ereignissen wie etwa dem dreitägigen Feuerwerk der Turnkunst, zu dem sich mehrere tausend Menschen in der Lokhalle trafen, um eine Sport-Show vom Feinsten zu erleben.

Oder der Handwerkerball in der Lokhalle: Da wird gefeiert, dass die Halle dröhnt. Denn so ganz genau weiß man ja immer noch nicht, ob es nicht das letzte Mal gewesen ist. Noch drohen die Gema-Kosten, die eine Wiederholung gefährden könnten. Nicht zuletzt: Es sind nur noch zwei Wochen bis zum Rosenmontag – mit Faschingsveranstaltungen, die vor allem im katholischen Eichsfeld und im südlichen Landkreis und an der Weser für Helau-Stimmung sorgen.

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