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Wörner erklärt den Vulkanismus

Auftakt der Göttinger Kinder-Uni Wörner erklärt den Vulkanismus

Seine Freunde haben ihn auserkoren, mitzuschreiben. Yannick Brennecke ist mit vier von ihnen schon öfter hier gewesen. Auch dieses mal ist der Saal gut gefüllt. 324 Anmeldungen gab es zum Thema „Sind Vulkane Klimakiller?“ Dieser Frage will Prof. Gerhard Wörner von der Fakultät für Geowissenschaften und Geographie in der ersten Vorlesung des 18. Semesters der Kinder-Uni nachgehen.

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Helfende Hände für Prof. Gerhard Wörner: Paul Rafael und Liv Gretha testen, ob Steine schwimmen können.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Der Begriff Vulkan leitet sich laut Wörner von der italienischen Insel Vulcano ab. In der römischen Mythologie galt diese Insel als die Schmiede des Vulcanus, dem römischen Gott des Feuers. Dass Vulkane viel mit Feuer zu tun haben, wissen die Kinder bereits. Dass es einen ganzen Ring des Feuers im pazifischen Ozean gibt, bisher noch nicht.

„Da, wo die Platten der Erde aneinander reiben, gibt es eine erhöhte vulkanische Aktivität“, erklärt Wörner. Wie schnell diese Platten sich bewegen, möchte Fabian wissen. „So schnell wie unsere Fingernägel wachsen“, klärt ihn Wörner auf.

Die Bilder, die Wörner nun zeigt, beeindrucken. Bilder, die den Vulkan Mount St. Helenes zeigen. Einen Tag vor dem Ausbruch und kurz danach. „Warum rennen die nicht weg?“, fragt Paula, angesichts eines Bildes, auf dem Menschen in unmittelbarer Nähe eines Lavastromes zu sehen sind. „Die Lava fließt so langsam, da kann man danebenstehen“, antwortet Wörner.

Eine Sammlung von abgekühlten Lavasteinen hat Wörner ebenfalls mitgebracht. Liv Gretha und Paul Rafael werden als Assistenten hinzugezogen, um die Lavasteine in ein Becken mit Wasser zu legen. Zum Erstaunen der Kinder schwimmen die Steine. „Das liegt an dem vielen Gas, Kohlendioxid, das in den Lavasteinen eingeschlossen ist. Sogar brennen können diese Steine.“

„Durch einen Vulkanausbruch wird auch eine große Menge an Kohlendioxid in die Atmosphäre abgegeben“, erklärt Wörner. Yannick, der Schriftführer, schaut nach rechts zu seinen Freunden. „Atmo-was?“ Diese zucken nur mit den Schultern.

„Würde es kein Kohlendioxid mehr in der Atmosphäre geben, würde sich die Erde sehr stark abkühlen. Ein Schneeball Erde wäre die Folge. Dies gab es schon einmal vor vielen hundert Millionen Jahren. Einzig die Vulkane konnten die Erde wieder auftauen. Nur die unbedachte und massive Abgabe von Kohlendioxid in kurzer Zeit verändere das Klima“, erläutert Wörner. Yannik schreibt mit. Mittlerweile auf das fünfte Blatt: „Wir sind die Klimakiller, nicht die Vulkane.“

Von Sebastian Wels

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