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Wolf Reinhard fühlt sich wohl im Bramwald

Schaf in Hemeln gerissen Wolf Reinhard fühlt sich wohl im Bramwald

Der in den nordhessischen Reinhardswald eingewanderte Wolf hat die Weserseite gewechselt und streift jetzt auch durch den Bramwald. Bei Hemeln soll Wolf Reinhard, wie er mittlerweile genannt wird, ein Schaf gerissen haben. Das Tier sei dieses Jahr zweimal von zuverlässigen Augenzeugen rechts der Weser beobachtet worden, sagte der Leiter des Forstamtes in Hemeln, Thomas Schmidt-Langenhorst, gestern. Das erste mal bei Glashütte und in der vergangenen Woche bei Bursfelde.

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Eine Wolfsexpertin des Landes glaubt Zeitungsberichten zufolge, dass ein im November getötetes Schaf in Hemeln einem Wolf zuzuschreiben ist. Bereits Ende vergangenen Jahres hatte Wolf Reinhard die Weserseite gewechselt und im Solling Schafe gerissen. Das Tier ist vermutlich ein Nachfahre von Rudeln aus dem Grenzgebiet von Sachsen und Westpolen. Auch in der Lüneburger Heide sind schon Wölfe gesichtet worden. Das Umweltministerium rechnet einer Agenturmeldung zufolge damit, dass Wölfe bald auch in anderen Waldgebieten wie etwa im Harz auftauchen. In den östlichen Bundesländern gebe es inzwischen so viele Jungtiere, dass diese bald verstärkt Richtung Westen wandern würden.
Schmidt-Langenhorst glaubt aber nicht, dass sich der Wolf im Bramwald niederlassen wird. Durch die Weser zu schwimmen, sei für das Raubtier kein Problem. Bramwald und Kaufunger Wald seien ein großes zusammenhängendes Waldgebiet.

Wölfe wandern nach Westen

Meldungen über Wolfssichtungen und Risse hatte es bereits seit 2006 im Reinhardswald gegeben. Im Mai vorigen Jahres hatte dann ein Jäger Reinhard zufällig in der Nähe seines Hochsitzes entdeckt und fotografiert. Seitdem sind sich die Experten sicher, dass nach 150 Jahren wieder ein freilebender Wolf im Reinhardswald umherläuft.

Bereits 2002 hatte ein Wolf auch die Region Göttingen bis zum Bramwald durchstreift. Die als Bärbel bekannt gewordene Wölfin war allerdings aus einem Gehege im Vogtland entlaufen. Ein Jäger erschoss sie bei Alfeld. Schmidt-Langenhorst glaubt, dass Reinhard in der Region unbehelligt bleibt.

Von Gerald Kräft

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