Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Wortfindungs-Gabentisch und Nikolausparty

Wochenend-Kolumne Wortfindungs-Gabentisch und Nikolausparty

Worte sind Kunst. Dieser Feststellung wird kein Journalist widersprechen.Um so schöner, dass es jetzt, wie die Zeitung taz vermeldet hat, ein Hamburg ein Wortfindungsamt gibt. In diesem „Amt“, einer Baubude, verkauft eine Dame den interessierten Kunden deren selbst gesuchtes und gefundenes Lieblingswort als gedrucktes Schild für je 60 Euro.

Voriger Artikel
Patientin versucht Mitbewohnerin zu ersticken
Nächster Artikel
Depressionen sorgen für „erbärmlichen Zustand“

Ilse Stein, Tageblatt-Chefredakteurin

Damit das Private öffentlich gemacht wird. Tolle Idee. Auch geschäftlich betrachtet. Soll aber dennoch ein Kunstprojekt sein. Und wie bitte, sehen solche Lieblingswörter dann aus? Zitiert werden in dem Artikel Begriffe wie „champagnerfüralle“ – was nicht ganz so originell klingt. Es gibt aber auch Fundsätze, Entschuldigung: Fundworte, wie „schlappwaschen“ oder „Seelenbaumler“. Was dem Menschen eben so einfällt.

Mein derzeitiges Lieblingswort stammt aus dem Eichfelder Tageblatt und heißt „Taubenflüsterer“. Den gibt es tatsächlich, er hatte einen Auftritt in der Nähe von Teistungen, in Tastungen. Sehr schön fand ich auch die  „KunstvonlinkszumAnschauen“ – eine Einladung der Partei Die Linke, die am heutigen Sonnabend in ihrem Roten Zentrum in Göttingen Kunst und Kultur ­ geschaffen von Parteimitgliedern wie der Europaabgeordneten Sabine Lösing präsentiert. Na gut, ich hab ein wenig gemogelt und die Wortzwischenräume weggelassen. Aber das ist eben künstlerische Freiheit. Und nein, es heißt nicht: Kunst von links anschauen!

Das mit den Wörtern und ihren Zusammenhängen, die dann ganze und möglichst zusammenhängende Sätze ergeben sollen, ist  nicht so einfach. Wie der Journalist an sich ja täglich erleben darf. Mein Weihnachtswunsch aber steht nach Entdeckung des Wortfindungsamtes fest: Ich möchte einen Wortfindungs-Gabentisch. Mit vielen interessanten Wörtern drauf.  Da wird meine Familie schwer kreativ sein müssen. Wenn Sie helfen wollen, schicken Sie mir einfach Ihr Lieblings-Wort. (i.stein@goettinger-tageblatt.de). Keine Angst, das kostet nichts–- eine Art privates Kunstprojekt sozusagen.

Kunst und Kultur gibt es an diesem Wochenende im übrigen in großer Fülle. Sei es das Rollschuh-Musical „ Jim Knopf “  in der Sparkassen-Arena. Sei es Dieter Nuhr in der Lokhalle heute Abend. Nicht zu vergessen, die traditionelle Nikolausparty in der Universität mit Filmaufführungen der Feuerzangenbowle (mit Heinz Rühmann ) in allen Sälen und Livemusik des Göttinger Symphonieorchesters und seinen Engel-Groupies. Das ist nicht nur Kultur, das ist Kult!

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeigenspezial
Die Bilder der Woche vom 2. bis 8. Dezember
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt