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Wurde Findus von Jagdhund getötet?

Kater-Diebstahl Wurde Findus von Jagdhund getötet?

Kater Findus bei Petterson erlebt viele Abenteuer – alle gehen gut aus. Doch Weende ist nicht Schweden, und das Leben in der Studentenwohnanlage Kellnerweg kein Kinderbuch. Dort ist es mit Findus, einem sechs Monate alten Findelkater, nicht gut ausgegangen. Findus ist verschwunden, vermutlich tot, möglicherweise zerrissen von Jagdhund.

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Nur noch Erinnerung an Findus: Foto des Katers von Tabea Keil.

Quelle: Gückel

Weende. Das fürchtet zumindest Tabea Keil. Die junge Frau war das, was im Kinderbuch Petterson ist. Sie hat das ausgesetzte Katzenkind auf einem Bauernhof bei Wolfsburg vor den Hofhunden gerettet und mit in ihre Studentenwohnung genommen. Bei seinen Streifzügen hat sich der zutrauliche Kater viele Freunde unter den Studenten gemacht. Nur vor den Hunden der Forststudenten musste er sich hüten. Hat nun einer von ihnen Findus den Garaus gemacht?

Die Polizei ermittelt jedenfalls. In der Nacht zum 28. November, kurz nach Mitternacht, hatte es bei der jungen Sportstudentin an der Türe geklopft. Andere Studenten, so zeigte sie der Polizei an, hatten beobachtet, wie zwei Männer ihren jungen Kater eingefangen und das fauchende Tier mit sich genommen hätten. Sie seien in der Wohnung eines Forstwissenschaften-Studenten verschwunden. Noch bei geschlossener Tür habe man das Fauchen und Kreischen des Katers gehört, dazu Hundegebell, Kampfgeräusche, dann Stille.

Noch in der Nacht hatten Tabea Keil und andere Studenten den Bewohner des fraglichen Apartments herausgeklingelt. Er und ein anderer Forststudent hätten bestritten, dass der Kater bei ihnen sei. Beide seien betrunken gewesen. Man habe dann noch die halbe Nacht nach der Katze gesucht.

Blut-Fleck auf dem Balkon?

Tags darauf, als Findus noch immer nicht zu finden war, erstattete die Studentin Strafanzeige. Polizeibeamte trafen die verdächtigten Studenten zwar nicht an, konnten aber einen großen roten (vermutlich Blut-)Fleck auf deren Balkon fotografieren. Der Bewohner behauptete später, da habe er seinen Terrier mit Fleisch gefüttert. Ansonsten waren keine Spuren der Katze zu sehen. „Kein Wunder“, sagt Keil, „die waren am nächsten Tag zur Jagd.“ Womöglich mit dem dafür scharf gemachten Hund.

Die Polizei ist mit Auskünften zum Fall vorsichtig. Es werde wegen Diebstahls gegen zwei 23 und 26 Jahre alte Forststudenten ermittelt, bestätigt Pressesprecherin Jasmin Kaatz. Es seien Bewohner befragt worden. Die Verdächtigten hätten sich bisher formal noch nicht geäußert. Aus Zeugenvernehmungen habe sich bisher nur ergeben, dass die Katze mit in die Wohnung genommen worden sei. Ansonsten seien die Möglichkeiten der Polizei begrenzt, weil die Anzeige erst am Tag nach der angeblichen Tat erfolgt sei.

Auch Tabea Keil fürchtet, dass nie bewiesen werden kann, was ihrem Kater passierte. Da hilft wohl auch ein Zeuge nicht, der Fetzen eines Gespräches der Forststudenten mitgehört haben will. Die hätten sich darüber amüsiert, wie „der Hund die kleine Rotweiße gepackt“ habe.

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Die Polizei ermittelt einen Fall von Tierquälerei und Sachbeschädigung. So heißt das formal, wenn ein Haustier verletzt, also ein vom Gesetz als „Sache“ angesehenes Lebewesen Schaden erlitten hat. Hinter der Anzeige verbirgt sich eine äußerst fiese Tat. Ein Unbekannter hat in Geismar mit einem Luftgewehr auf die zwei Jahre alte Katze Myrrha geschossen.

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