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Zehn Jahre Bluthochdruckinstitut

Göttingen Zehn Jahre Bluthochdruckinstitut

Das Bluthochdruckinstitut Göttingen hat sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. Als einer der langjährigen Unterstützer sprach Hermann Haller von der Medizinischen Hochschule Hannover bei der Feier über den „diagnostischen Blick – Krankheiten auf Bildern“.

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Hermann Haller referiert beim zehnjährigen Bestehen des Bluthochdruckinstituts Göttingen.

Quelle: Niklas Richter

Göttingen. 2007 machte sich der gemeinnützige Verein die Bekämpfung des Bluthochdrucks in der Region und die Aufklärung darüber zur Aufgabe. „2005 und 2006 gab es Situationen, die gezeigt haben, dass Deutschland ein Schlusslicht im europäischen und auch im internationalen Vergleich bildete“, sagte Egbert Schulz, Vorsitzender des BIG. „Wir haben dann probiert, in der Region Kollegen zu aktivieren“, so Schulz weiter. Allerdings sei „damals das Thema sehr stiefmütterlich behandelt“ worden.

Mit den Veranstaltungsreihen „Nephrologisch hypertensiologischer Mittwoch Abend (NHMA)“ und dem „Arbeitskreis vaskulärer Erkrankungen (AVE)“ bietet das Institut zweimal im Jahr ärztliche Fortbildungen an. Für Patienten will der Verein nicht nur reine Vortragsthemen anbieten, sondern sie für Aktivitäten mobilisieren. Bundesweit würden beispielsweise regelmäßig Mitmachevents organisiert – darunter der Göttinger Lauf gegen Bluthochdruck um den Kiessee. „In zehn Jahren hatten wir noch keinen medizinischen Notfall, obwohl sogar Herzinfarkt- und Dialyse-Patienten dabei waren“, freute sich Schulz.

Aktions-Highlights aus zehn Jahren

Ein Highlight sei die „Mozart gegen Bluthochdruck“-Aktion gewesen, blickte Schulz zurück. Dabei sei eine amerikanische Wissenschaftlerin zugeschaltet gewesen, die erklärt habe, „dass Hibiskustee gegen Bluthochdruck hilft“. Mit Schulprojekten informiere das Institut regelmäßig Kinder und Jugendliche über die Bedeutung von Gefäßrisikofaktoren. Ein weiteres Highlight sei laut Schulz der „Herzschlag“-Rap von MC Ficner zusammen mit dem Göttinger Symphonie Orchester gewesen.

Im Rückblick auf das zehnjährige Bestehen dankte der Vorsitzende allen Unterstützern und Begleitern des Bluthochdruckinstituts Göttingen. Einer von ihnen sei Hermann Haller, Leiter der Abteilung Nephrologie der Medizinischen Hochschule Hannover. Haller habe schon 2006 mit einer „motivierenden Unterschrift“ den aufkommenden Verein unterstützt, wie Schulz mitteilte. Bei der Feier zum zehnjährigen Bestehen hielt Haller einen Vortrag zum Thema „Der diagnostische Blick-Krankheiten auf Bildern“. Der ehemalige Student der Kunsthistorik informierte dabei über die medizinische Aussagekraft von Gemälden aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Haller meinte zu den Veränderungen während zehn Jahren Forschung: „Neue Medikamente gibt es keine, allerdings können wir sie jetzt differenzierter einsetzen.“ Hier verwies Haller auf Antidepressiva, die Blutdruck senkend wirken sollen.

Auch international finde der Verein Beachtung, sagte Schulz. So sei er unter anderem mit dem Österreichischen Kommunikationspreis für hervorragende Gesundheitskommunikation ausgezeichnet worden. Ziel sei es, in Europa alle Bluthochdruckinstitute zu begleiten, erklärte Schulz. In Göttingen wurde die langjährige Zusammenarbeit unter anderem mit der Deutschen Hochdruckliga (DHL) und der European Society of Hypertension (ESH) gefeiert.

Von Madita Eggers

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