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Zehn Meter hohe Wälle für Umgehung Waake

Baustelle Zehn Meter hohe Wälle für Umgehung Waake

So ähnlich muss es auf dem Mars aussehen. Tiefe Schluchten und gewaltige Erdwälle prägen derzeit das Bild nordwestlich von Waake. Nur wenige Meter von den ersten Häusern des Dorfes entfernt graben große gelbe Bagger Schneisen in die Landschaft. Trecker ziehen ächzend tonnenschwere Anhänger hinter sich her. Raupen verschieben rasselnd und quietschend Erdmassen.

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In Sichtweite der B 27: Baufahrzeuge schütten riesige Erdwälle für die neue Umgehungsstraße auf.

Quelle: Hinzmann

Waake. Und das alles für eine 2,5 Kilometer lange Umgehungsstraße. So kurz die Strecke auch anmuten mag, so hoch sind die Kosten: Knapp 15 Millionen Euro wird der Bau verschlingen.

„Es ist deutlich zu sehen, dass in letzter Zeit sehr viel gemacht wurde“, sagt Klaus Ahlemeyer von der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Goslar. Zwischen Bösinghausen und Waake habe man bis zu sieben Meter tiefe Krater in den Boden gegraben. Die Erde sei dann nordwestlich der Ortschaft in Form von Dämmen wieder aufgeschüttet worden, die bis zu zehn Meter hoch seien. 120 000 Kubikmeter Boden seien bewegt worden. „Das ist schon eine Hausnummer“, betont Ahlemeyer.

Über die Dämme soll in Zukunft die neue B 27 führen. Diese müssen sich jetzt aber erst einmal setzen, wie Ahlemeyer es nennt. „Zehn Meter Erde, das ist schon ein gewaltiges Gewicht“, erklärt er. Dieses Gewicht drücke auf den Boden und verdränge das darin enthaltene Wasser.

Große gelbe Bagger graben Schneisen in die Landschaft. Trecker ziehen ächzend tonnenschwere Anhänger hinter sich her. Raupen verschieben rasselnd und quietschend Erdmassen. Die Baustelle in Waake für die 2,5 Kilometer lange Umgehungsstraße ist in Bewegung. ©Hinzmann

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Dadurch würden die Dämme nach und nach absacken. „Deswegen gucken auch so merkwürdige Rohre aus der Erde heraus“, sagt Ahlemeyer. Darin befänden sich sogenannte Setzungspegel. „Damit können wir genau sagen, wie viel die Dämme nachgegeben haben.“ Bis dieser Prozess abgeschlossen sei, vergingen noch Monate. Mit dem Straßenbau könne daher frühestens im nächsten Jahr begonnen werden, sagt der Bauingenieur. Das sei aber nicht schlimm. „Wir haben die Zeit.“

Immerhin müssen auch noch fünf Brücken im Verlauf der Trasse gebaut werden. Vier davon werden laut Ahlemeyer 2013 in Angriff genommen. Die fünfte, deutlich größere Brücke über das Borntal am Abzweig nach Bösinghausen soll 2014 folgen. Größere Verkehrsbehinderungen werde es aber nicht geben. Der Damm, der an den alten Teichen bereits aufgeschüttet worden sei, diene als Umleitung.

Die Bagger und Raupen werden nun bald eine Pause einlegen. Im Winter ruht der Betrieb auf der Baustelle. Nur einige Bäume gegenüber des Södderichs entlang der B 27 müssten gefällt werden, sagt Ahlemeyer. Im Frühjahr wird dann weiter gebuddelt in der Marslandschaft bei Waake.

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