Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 4 ° Schneeregen

Navigation:
Zimtbällchen und Spanisches Teebrot

Internationales Weihnachtsgebäck Zimtbällchen und Spanisches Teebrot

Glatt wie ein Tischtuch hat Lore Gutknecht den Teig ausgerollt. Heute backt sie für die Familie. Routiniert sticht sie die runden Taler aus und legt sie aufs Backblech. Hildabrötchen oder Spitzbuben benennt sie die mit Marmelade gefüllten Runde.

Voriger Artikel
Orange Liqueur Wafers
Nächster Artikel
Verkehrszählung auf A-7-Zubringern

Ausrollen, ausstechen, anheben und aufs Backbleck legen: Lore Gutknecht backt Plätzchen aus aller Welt.

Quelle: Pförtner

Wenn Lore Gutknecht in der Adventszeit beginnt, Weihnachtskekse zu backen, hat sie schon einen Backmarathon hinter sich. Für zwei vorweihnachtliche Märkte, den Oktobermarkt in Nikolausberg und den Martinsmarkt in Eddigehausen, backt sie Plätzchen aus aller Welt.

Anfangs auf dem Markt in Eddigehausen habe sie Weihnachtskekse angeboten, erzählt Lore Gutknecht. Doch dann sei aus dem Adventsmarkt der Martinsmarkt geworden. „Da liefen meine Weihnachtsplätzchen nicht mehr.“ Aus ihrem Fundus an Kochbüchern begann sie, Plätzchen aus aller Welt zu backen. Um ihr Sortiment zu bereichern, bat sie ihre Freunde, ihr von Auslandsreisen Rezepte mitzubringen. Ihre Gasttochter aus Neuseeland habe ihr schon vor Jahren ein Kochbuch aus der fernen Heimat geschenkt.

Ein Blick in die Keksdosen gibt noch einen Eindruck von der einmal gewesenen Vielfalt. Englische Orange Liqueur Wafers, Chococakes aus Australien, Zimtbällchen aus Israel und Spanisches Teebrot führen nicht nur ausgemachte Leckermäuler in Versuchung. „Ich backe nur, was mir selbst schmeckt“, sagt Gutknecht. 16 Sorten – zwölf süße und vier salzige – hat sie für die Märkte ausgewählt. Damit alles reicht, muss sie die Portionen auf das drei-, vier-, fünffache hochrechnen, muss wissen, was zuerst und was zuletzt gebacken wird.

Tipp an die Hausfrau

Damit alles klappt, ist Planung sehr wichtig. „Jedes Mal, wenn ich in die Stadt komme, nehme ich gemahlene Mandeln mit“, erzählt sie. Zucker, Mehl und Eier habe sie immer im Vorrat. Überschüssiges Eiklar oder Eiweiß wird bei ihr eingefroren, gibt sie als Tipp an die Hausfrau weiter.

Nach jedem Markt mache die Heimbäckerin Kritik, schreibt auf, welche Sorten gut gelaufen sind und von welcher sie Reste hatte. Dieses Jahr habe sie so viel gebacken, wie noch nie, und doch sei fast alles leer gekauft worden. „Es gibt einige, die regelrecht darauf warten, dass ich komme.“ Doch mit ihren fast 80 Jahren – um Weihnachten hat sie Geburtstag – habe sie sich in diesem Jahr schon gefragt, wie lange sie das noch machen werde, sagt die Frau mit der rot karierten Schürze. Und sticht weiter die Taler für die Hildabrötchen aus. Mindestens zwölf Sorten Weihnachtsplätzchen will sie für ihre große Familie backen.
Wer ihre Plätzchen aus aller Welt dennoch probieren möchte, kann eine kleine Auswahl nachbacken. Nebenstehend die Rezepte.

enz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Göttingen
Anzeigenspezial
Bilder der Woche 6. bis 12. Januar
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt