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Zivilcourage-Training für Lehrer und Sozialarbeiter

Pilotprojekt Zivilcourage-Training für Lehrer und Sozialarbeiter

Wie kann ich mich verhalten, wenn an der Ladenkasse vor mir eine Person aufgrund ihrer Nationalität diskriminiert wird? Was kann ich unternehmen, wenn ich Zeuge familiärer Gewalt werde? Antworten auf diese und ähnliche Fragen erhielten 14 Lehrer und Sozialarbeiter von Göttinger Schulen bei einem viertägigen Zivilcourage-Training.

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Das Ziel des Training: die Eskalation von Gewalt zu verhindern.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Viele Menschen schauen weg, wenn es zu gewalttätigen oder diskriminierenden Übergriffen kommt“, weiß Prof. Margarete Boos, Kommunikationstrainerin und Hochschullehrerin für Sozial- und Kommunikationspsychologie an der Universität Göttingen. Hinter solch einem Verhalten steckt oft die Sorge, sich durch ein Eingreifen selbst in Gefahr zu bringen. Angemessene Reaktionen können trainiert werden. Sie bestehen laut Boos jedoch „nicht in Kampftechniken gegen Gewalttäter“, sondern zielen auf Prävention ab – und darauf, die Eskalation von Gewalt zu verhindern.

Vier Tage lang übten die Göttinger Pädagogen unter Anleitung von Boos und des freien Trainers Malte Schütt am Waldweg, wie Situationen einzuschätzen sind, ob ein Eingreifen angebracht ist und wie weitere Zeugen aktiviert werden können. Initiator des Trainings war der Präventionsverein „komm.pakt“, unterstützt von der Landesschulbehörde, vom Rotary Club Göttingen, Lions Club Bettina von Arnim und der Bürgerstiftung Göttingen. Die wissenschaftliche Begleitung übernahm die Polizeiakademie Hann. Münden.

Ziel des Pilotprojektes ist die Ausbildung von Trainern, die das Erlernte an ihrem jeweiligen Arbeitsplatz an die Schüler weitergeben sollen. „Das Know-How soll künftig an Gymnasien, Realschulen, Hauptschulen, Förderschulen und Gesamtschulen dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler lernen, engagiert und risikoarm einzugreifen“, sagt Christian Hölscher, Geschäftsführer des Göttinger Präventionsvereins. „So wollen wir in der Schule und der Lebenswelt von jungen Menschen eine Kultur des Hinschauens fördern.“

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