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Zivilcouragepreis für Schülerin Kaj Roberta Schulz

Auszeichnung für mutige Menschen Zivilcouragepreis für Schülerin Kaj Roberta Schulz

Zahlreiche Vorschläge hat es für den Göttinger Zivilcourage-Preis 2017 gegeben. Acht Personen wurden am Donnerstagabend im Alten Rathaus geehrt. Den ersten Preis erhielt die 16-jährige Schülerin Kaj Roberta Schulz.

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Zivilcouragepreis für die 16-jährige Schülerin Kaj Roberta Schulz.

Quelle: Christoph Mischke

Göttingen. Vergeben wird der mit 2000 Euro dotierte Preis von der Göttinger Bürgerstiftung in Kooperation mit dem Präventionsrat der Stadt Göttingen.

Die Schülerin des Otto-Hahn-Gymnasiums verteidigte in einem Bus eine Mitschülerin, die von drei Jugendlichen beschimpft wurde. Durch ihr Eingreifen sei sie aber selbst von den Jugendlichen bedroht und getreten worden. Sie erhielt für ihr mutiges Handeln 1000 Euro. Dennoch hatte ihr Eingreifen für sie auch Folgen, denn seit ihrer Tat vermeide sie es, Bus zu fahren. „Das Preisgeld möchte ich für mein Studium sparen. Und vielleicht gehe ich auch shoppen“, sagte Schulz.

Vom Selbstmord abgehalten

Den zweiten Platz belegten Julian Burgmann und Elionore Herken. Burgmann hatte auf der Werrabrücke einen Mann, der sich umbringen wollte davon abgehalten. Er konnte ihn zurück auf die Straße ziehen. Anschließend habe er sich, beschrieb Göttingens Sozialdezernent Siegfried Lieske das Vorgehen, mit dem Mann im Auto unterhalten bis der Rettungsdienst kam.

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Am Donnerstag wurde der Göttinger Zivilcourage-Preis 2017 verliehen: Den ersten Preis erhielt die 16-jährige Schülerin Kaj Roberta Schulz.

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Herken war es im Göttinger Bahnhof gelungen, einen Betrunkenen, der auf die Gleise gestürzt war, kurz vor Eintreffen eines Intercity Express (ICE) wieder auf den Bahnsteig zu ziehen. Hierzu war sie selbst auf das Gleis gesprungen und konnte den Mann so mit weiteren Reisenden auf den Bahnsteig ziehen. Ihr sei erst hinterher bewusst geworden, wie sehr sie sich selbst in Gefahr gebracht habe.

Auszeichnung für mutige Menschen

Der Zivilcourage-Preis zeichne mutige Menschen aus, „die auch in unbequemen Situationen handeln, wenn sich andere abwenden und wegschauen“, sagte der Geschäftsführer der Stiftung, Andreas Schreck.

Für ihr couragiertes Handeln wurden zudem Sebastian Bornmann, Jan Spangenberg, Marc Sieck, Alexander Hilgert und Marius-George Ghiuri ausgezeichnet. Sie alle haben in verschiedenen Situationen selbstlos einer anderen Person geholfen.

Susanne Wolter, Geschäftsführerin des Landespräventionsrates hielt den Festvortrag zum Thema „Zivilcourage braucht demokratische Persönlichkeiten“. Sie dankte allen, die Zivilcourage gezeigt haben. „Menschen die anderen in Notsituationen helfen sagen hinterher oft, dass sie in dem Moment einfach gehandelt haben“, sagte Wolter.

Von Vera Wölk

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