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Zum Christentum konvertierte Iranerin darf bleiben

Ablehnung aufheben Zum Christentum konvertierte Iranerin darf bleiben

Die 44 Jahre alte iranische Asylbewerberin Mahtaj Ramazani aus Adelebsen darf in Deutschland bleiben. Sie wird nicht abgeschoben. Das Verwaltungsgericht Göttingen hat nach der Verhandlung und Beweisaufnahme in der vergangenen Woche bereits am 10. Oktober das Bundesamt für Flüchtlinge und Migration aufgefordert, seine Entscheidung abzuändern.

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Mahtaj Ramazani darf in Deutschland bleiben: die konvertierte Christin mit Bahman Ayegh vom Iran Solidaritätsverein e.V.

Quelle: PH

Adelebsen/Göttingen. Dem ist das Amt am Montagmorgen gefolgt, teilt Rechtsanwalt Bernd Waldmann-Stocker dem Tageblatt mit. Mit der Zustellung dieser Entscheidung in dieser Woche ist das Bleiberecht für die vom Islam zum Christentum konvertierten Frau rechtskräftig.

Das Verwaltungsgericht sah  es mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit als gegeben an, dass die Frau im Falle einer Abschiebung in ihre Heimat staatlicher Verfolgung ausgesetzt wäre, weil sie sich hatte taufen lassen und damit zum Christentum konvertiert ist. Paragraf 60, Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes verbietet die Abschiebung, wenn den Betroffenen Gefahr droht.

Das Gericht hatte dem Amt mitgeteilt, es habe sich durch die Beweisaufnahme eine geänderte Sachlage gegenüber der Entscheidung des Bundesamtes im Jahr 2010 sowie gegenüber der ersten Verhandlung wegen Prozesskostenhilfe ergeben. Im einzelnen wurde dies noch nicht ausgeführt. Die 44-Jährige hatte vor Gericht nachvollziehbar ihre Hinwendung zum Christentum erläutert. Aber auch die Tatsache, dass ihre Abwendung vom Islam öffentlich bekannt geworden ist, dürfte eine entscheidende Rolle spielen. 

Sie sei fassungslos vor Freude, sagte Ramazani gegenüber dem Tageblatt. Sie absolviert derzeit einen Deutschkurs und will nun ihre Zukunft planen. Der Adelebser Pastor Hartmud Plath, der sich für Ramazani eingesetzt hatte, sagte, er sei restlos glücklich: „Ich hätte es fürchterlich gefunden, wenn sie zurückgeschickt worden wäre.“

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Beweggründe für Abkehr

Kurz vor dem „Vater unser“ beginnt das Publikum zu murren: „peinlich“ oder „entwürdigend“ grummeln die zahlreichen Zuhörer der Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht. Gerade hat Richterin Christiane Habermann die Klägerin gefragt, was sie denn so bete, und die hat geantwortet: „...unser täglich Brot gibt uns heute.“ Das vollständige Gebet als Glaubensbeweis aufzusagen, bleibt der 44 Jahre alten Asylbewerberin Mahtaj Ramazani dann doch erspart.

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