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Zwei Göttinger Hotels saniert

Millionen-Investition Zwei Göttinger Hotels saniert

Die Firmengruppe Leinemann hat in das Intercity- und das Astoria-Hotel in Göttingen zwei Millionen Euro investiert. Zwei Drittel der insgesamt 300 Hotelzimmer wurden nach Unternehmensangaben renoviert; beim Intercity-Hotel sei zudem der Brandschutz verbessert worden.

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Neben den Bädern und den Tagungsräumen sind auch die Zimmer des Intercity-Hotels am Bahnhof teilweise renoviert worden.

Quelle: Niklas Richter

Göttingen. „17 Jahre nach der Eröffnung des Intercity-Hotels mussten wir die Brandschutzklappen des Lüftungssystems erneuern“, erklärt Verkaufsleiter Markus Burchardt. Die Klappen sollen bei einem Brand die Verteilung des Rauchs im ganzen Haus verhindern. Zum Austausch hätten die Wände des Vier-Sterne-Hotels an zahlreichen Stellen aufgestemmt und jeweils die Lüftungsschächte aufgesägt werden müssen. Aufgrund des Baulärms und des Schmutzes habe der Betrieb sechs Wochen lang geruht. Burchardt: „Wir hatten Einnahmeausfälle in sechsstelliger Höhe.“

Im Zuge der Baumaßnahme erhielt das Hotel, das an der Bahnhofsallee zwischen Bahnhof und Lokhalle liegt, eine zentrale Klimaanlage. Sie hält die Temperatur in den 145 Doppelzimmern nun konstant auf 21 Grad. Zwei Drittel der Räume erhielten neue Duschen und Toiletten, neue Vorhänge und Matratzen. Die übrigen Zimmer sollen nun nach und nach auf Vordermann gebracht werden. Die Tagungsräume bekamen neue Technik, darunter sogenannte Smart Boards, hochauflösende HD-Beamer und Mikrofone. „Von außen gestrichen haben wir das Hotel bereits 2015“, berichtet der Verkaufsleiter. 2016 sei außerdem eine Terrasse mit 80 Sitzplätzen angelegt worden.

Viele Firmenkunden, wenig Touristen

„Bei uns übernachten zu mehr als 80 Prozent Firmenkunden“, weiß Burchardt. Viele Unternehmen würden sich das zentral gelegene Göttingen für Schulungen, Tagungen oder Besprechungen aussuchen. In der Lokhalle fänden regelmäßig Firmenveranstaltungen statt. Und auch Besucher von Messen in Hannover-Laatzen nutzen laut Burchardt das Göttinger Intercity-Hotel. Sie seien genauso schnell vor Ort wie Kollegen, die in Hannovers Innenstadt übernachteten – das habe sich herumgesprochen. Auf Individualreisende entfielen weniger als 20 Prozent der Übernachtungen. Standortvorteile des Hotels seien die unmittelbare Nachbarschaft zum Bahnhof, der aufgrund der Dreifachverglasung der Zimmerfenster im Hotel kaum zu hören sei, und das – gebührenpflichtige – Parkhaus gegenüber. Die Auslastung liege im „oberen Bereich“, berichtet Burchardt.

Das Intercity-Hotel, ein Franchisenehmer der gleichnamigen Sparte des Konzerns Deutsche Hospitality (früher Steigenberger), beschäftigt in Göttingen 30 Mitarbeiter. Zehn von ihnen sind an der Rezeption tätig. Hinzu kommen unter anderen Köche, Servicemitarbeiter, Reinigungspersonal und Bürokräfte. Die Zahl der Auszubildenden beläuft sich auf zehn.

Etwa 30 Mitarbeiter hat auch das Drei-Sterne-Hotel Astoria an der Hannoverschen Straße 51/53 in Weende, das deutlich älter ist als das Haus am Bahnhof. Dort seien in den vergangenen Monaten bei laufendem Betrieb zwei Drittel der 153 Zimmer renoviert worden, die anderen sollen noch folgen. Rund 650.000 Euro der insgesamt zwei Millionen Euro Investitionssumme seien auf das Astoria-Hotel entfallen.

„Wir sind nun gut gerüstet gegen den starken Wettbewerb in Göttingen“, sagt Geschäftsführerin Christiane Leinemann – auch vor dem Hintergrund, dass das Intercity-Hotel im kommenden Jahr mit dem Hotel Freigeist auf der anderen Seite des Bahnhofs einen Mitbewerber bekomme, der um eine ähnliche Klientel wirbt.

Von Michael Caspar

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