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Zweifel an der Erinnerungslücke des Täters

Mordversuch beim Camping in Reiffenhausen Zweifel an der Erinnerungslücke des Täters

Im Prozess um versuchten Mord auf dem Campingplatz Reiffenhausen im Juli 2010 sind Zweifel an der Behauptung des Beschuldigten aufgekommen, er könne sich an die Tat nicht erinnern.

Ein Freund des 36-Jährigen berichtete am zweiten Prozesstag, ihm habe der Beschuldigte geschildert, dass er nach einem Streit in der Nacht noch zurückgekehrt sei, „um die Sache zu klären“. Dabei sei es zu einem Streit gekommen, bei dem er das Opfer am Hals verletzt habe.

Das freilich konnte der 36-Jährige nur wissen, wenn er sich damals auch an die Tat erinnerte. Jedenfalls habe er damals nicht mit Formulierungen wie „ich soll haben“ erkenntlich gemacht, dass er selbst an seiner Täterschaft zweifele. Das Opfer, ein Kraftfahrer, der in dem Unterbringungsverfahren als Nebenkläger zugelassen ist, hatte als Zeuge berichtet, mit anderen Campern im Halbkreis um den flackernden Kamingrill gesessen zu haben, als er plötzlich einen stechenden Schmerz im Hals verspürt habe. Ein Arm habe ihn zugleich nach hinten gezogen, als ihn der spitze Gegenstand in die linke Halsseite traf. Er sei aufgesprungen, habe weitere Stiche abgewehrt, sich dabei an Handgelenk und Schulter verletzt und den Angreifer einmal mit der Faust im Gesicht getroffen, so dass dieser danach floh. Dann war das stark blutende Opfer zusammengebrochen. Niemand hatte den sich von hinten anschleichenden Täter vorher bemerkt. Die Chirurgin, die in einer Notoperation das Leben des Verletzten rettete, berichtete von einem mindestens 15 Zentimeter tiefen Stich, den erst das Schlüsselbein auf der anderen Halsseite aufhielt. Die glatte Stichkante lasse sich am ehesten mit einem scharfen und spitzen Messer erklären. Die Tatwaffe war nie gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft strebt eine Unterbringung des 36-Jährigen in der Psychiatrie an.

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Täter in Psychiatrie

Wegen versuchten Mordes ist ein 36 Jahre alter Mann aus Reiffenhausen vorläufig in der Psychiatrie untergebracht worden. Der Mann hatte bereits in der Nacht zu Sonntag einen 44 Jahre alten Dauercamper auf dem Campingplatz Reiffenhausen heimtückisch mit einem scharfkantigen Gegenstand angegriffen, ihn damit in den Hals gestochen und lebensgefährlich verletzt.

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