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Die Reichweiten-Angst fährt immer mit

Advertorial e-Autotest Die Reichweiten-Angst fährt immer mit

Wie praxistauglich sind E-Autos wirklich? Diese Frage wollen wir in Kooperation mit VW beantworten. Die Leser von zehn Tageszeitungen testen eine Woche lang zehn mit Strom betriebene Fahrzeuge, die von VW zur Verfügung gestellt wurden. Über die Erlebnisse und Erfahrungen unserer Leser berichten wir täglich.

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Hilfsbereit: Markus Rexhausen (l.) vom Autohaus am Lutteranger stellt Tester Edgar Schulz und seiner Lebensgefährtin Sonja Riedel kurzfristig einen Leih-Dachgepackträger zur Verfügung.

Quelle: Christoph Mischke

Göttingen. Die leichte Aufregung bei Edgar Schulz und seiner Lebensgefährtin Sonja Riedel ist spürbar. Soeben hat sein Namensvetter Malte Schulz den Testwagen aus Wolfsburg gebracht - schneeweiß, viertürig und mit den Logos der Aktion versehen. Fachkundig beantwortet Schulz die Fragen, die der Tageblatt-Autotester stellt und, im Nu entwickelt sich ein Expertengespräch rund um Kilowattstunden, Reichweiten und elektromobile Infrastruktur. Doch das ist alles nur graue Theorie, Schulz möchte losfahren und den Wagen im Lauf dieser Woche auf seine Alltagstauglichkeit hin testen.

Ausstattung: nur vom Besten

Eine Frau überquert die Straße kurz vor dem nahezu lautlos heransummenden Golf, sie scheint ihn schlichtweg nicht gehört zu haben. Der eingebaute Soundgenerator, den Schulz daraufhin einschaltet, überzeugt ihn nicht: „Der ist viel zu leise“, sagt der ehemalige Schulleiter und Techniklehrer, „da sollte eine Lautstärkeregelung eingebaut sein, um gefährliche Situationen mit Fußgängern oder Radfahrern zu vermeiden.“ Während der Fahrt vergleichen Schulz und Riedel den neuen Golf mit ihrem jetzigen Golf IV, einem Diesel, den sie neben ihrem ebenfalls elektrisch betriebenen Smart benutzen. Ein Quantensprung sei das, so Schulz. Ein komfortables und mit 100 PS auch sehr kräftiges Auto, trotz seines hohen Leergewichts von rund 1600 Kilogramm. Da merke man, dass der Golf nicht als E-Fahrzeug entwickelt worden sei. „Alleine die Lithium-Ionen-Batterie wiegt über 300 Kilogramm“, weiß Schulz. Der luxuriösen Ausstattung mit Ledersitzen, Parklenk-Assistent und Rückfahrkamera misst er nicht allzu viel Bedeutung bei. Das werde ja bei Testwagen häufig so gemacht, „immer nur vom Besten“, sagt er lachend.

Beim Stopp an einer leider defekten Elektro-Tanksäule am Geismar Tor stellt der pensionierte Lehrer einen weiteren Schwachpunkt fest: Im Kofferraum, wo die meistgebrauchten drei Stecker mit den jeweiligen Kabeln in einer robusten Stofftasche untergebracht sind, vermisst er entsprechende seitliche Staufächer, an die man auch im beladenen Zustand herankommen müsste. Sonst habe man in kürzester Zeit einen unschönen Kabelsalat im Auto. „Das ist bei meinem Stromi-Smart besser gelöst“ stellt er fest. Außerdem sollte seiner Meinung nach in jedem E-Auto ein mindestens zehn Meter langes Verlängerungskabel vorhanden sein, um im Notfall auch mal bei fremden Menschen Strom erbitten zu können. Denn, so sagt er: „Die Reichweiten-Angst fährt im Elektroauto immer mit.“ cm

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