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"11 Freunde" und der Göttinger Fußball

Literaturherbst "11 Freunde" und der Göttinger Fußball

Mit einer Mischung aus Lesung, Erzählung und Filmstreifenvorstellung  haben Philipp Köster und Jens Kirschneck zum Abschluss von „Der Herbst im Frühling“ ihr Publikum im Göttinger Deutschen Theater auf eine „11 Freunde Lesereise“ mitgenommen.

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"11 Freunde"-Redakteure: Philipp Köster (l.) und Jens Kirschneck.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Bei dem etwas anderen Fußball-Magazin „11 Freunde“ sind sie Chefredakteur und Chef vom Dienst und damit verantwortlich für den ironisch-distanzierten, kritischen, literarisch durchaus anspruchsvollen und liebevollen Textmix aus der großen, bunten Welt des Fußballs, die so viel mehr an dankbarem Material bietet, als die Standardberichterstattung zeigt.

Stilecht präsentierten die leidenschaftlichen Arminia Bielefeld-Fans Köster und Kirschneck den Abend aufgeteilt in zwei Halbzeiten mit Verlängerung. Texte aus eigener Feder standen im Mittelpunkt, garniert mit Anekdoten aus dem journalistischen Alltag und Zusammenschnitten aus dem riesigen Filmarsenal des weltweiten Fußballs. Ob die schönsten Schwalben oder – als Kommentar zur heiß diskutierten Neuerung des Freistoß-Sprays – die lustigsten Missgeschicke der Schiedsrichter mit dieser Mischung aus Feuerlöscher und Rasierschaum: Die Lacher sind garantiert.

Vor Kösters und Kirschnecks spitzer Feder, oder wohl eher Tastatur, ist nichts und niemand sicher. Nicht die Vereinsmaskottchen, nicht die für Außenstehende oft befremdlichen Routinen der Fankultur und schon gar nicht die verbalen Höhenflüge von Fußballprofis und Offiziellen. Das ganze schildern die beiden aber mit einer großen Portion Liebe, Humor und Mitgefühl. Sympathisch wird das Ganze besonders, weil auch Selbstironie nicht fehlt.

Als Arminia Bielefeld-Fans haben es Köster und Kirschneck nicht immer leicht. Aber sie haben sich schlau gemacht. „Wer will hier in Göttingen schon jammern“, kommentieren sie die lokalen Fußball(miss)erfolge. (RSV) Göttingen 05 werde eine Klasse höher spielen, wenn sie wieder einmal auftreten, sagen die beiden noch zum Abschied. Da kann man nur hoffen, dass der Göttinger Fußball einen kometenhaften Aufstieg erlebt – oder dass die Redakteure ihre Rückkehr doch nicht von der fußballerischen Situation in Göttingen abhängig machen.

Von Isabel Trzeciok

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