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12 Tenöre zu Gast auf der Bühne in der Stadthalle Göttingen

Fleißige Sänger 12 Tenöre zu Gast auf der Bühne in der Stadthalle Göttingen

Angefangen hat das alles vor vielen Jahren. Da taten sich drei Startenöre zusammen, nämlich Luciano Pavarotti, José Carreras und Plácido Domingo, legten jegliche Rivalität ab und traten 1990 erstmals im Dreierpack auf. Ein Riesenerfolg. Von da an kamen Tenöre in Gruppen in Mode, etwa „Die vier Tenöre“, „Die Nacht der fünf Tenöre“, „Die sieben Tenöre des 21. Jahrhunderts“, „The Ten Tenors“ aus Australien.

Wer bietet mehr? Derzeit sind „The 12 Tenors“ auf Tour. Am Sonntag gastierten sie in der gut besuchten Göttinger Stadthalle mit einer „Show, die aufräumt mit allen bisherigen Klischees über das wohl aufregendste Stimmfach der Gesangsmusik“, wie „die Boy­group, die Jung und Alt vereint“, auf ihrer Homepage verspricht.

Die zwölf Sänger stammen aus den USA, Großbritannien, Deutschland und Polen, die meisten kommen aus dem Musicalfach, einige waren Opernsänger. Und sie sind in der Tat eine stilistisch ausgesprochen gewandte Gruppe. Ihr Gesangsrepertoire reicht von Tenor-Schlagern wie Puccinis „Nessun dorma“ aus „Turandot“ über Pop-Hymnen bis zum Michael-Jackson-Medley – „22 Welthits“, wie sie ihr Programm nennen. Begleitet werden sie von einer „international agierenden“ (O-Ton Homepage) Live-Band. Sie können auch charmant moderieren und tanzen, machen das Ganze mit einer farbigen Lightshow zum Augenschmaus und unterhalten ihr Publikum nicht ohne Niveau. Damit stellen sie sicherlich keine Ausnahme im Showgeschäft dar, auch wenn sie sich selbstverständlich allesamt als Ausnahmesänger bezeichnen. Das ist heutzutage offenbar die Regel.

Und fleißig sind sie, das muss man ihnen lassen. Bis Monatsende haben sie gerade einmal vier freie Tage, ansonsten sind sie Tag für Tag auf Deutschlandtour zwischen Elmshorn und Germering, Stralsund und Zweibrücken. Und sie werden wohl allabendlich den Zuspruch genießen, den ihnen auch das Göttinger Publikum bereitet hat.

Von Michael Schäfer

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