Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
14. Gala des Vereins „Kultur unterstützt Stadt Göttingen“ in der Stadthalle

Auf den Punkt 14. Gala des Vereins „Kultur unterstützt Stadt Göttingen“ in der Stadthalle

Mehr als hundert Künstler werden am Ende auf der Bühne stehen, und dem Publikum mit Musik, Theater oder Tanz einen Eindruck von der reichhaltigen Göttinger Kulturszene vermitteln. Die Gala des Vereins „Kultur unterstützt Stadt Göttingen“ („Kunst“) ist ein Glanzlicht des Kulturjahres, das diesmal mit einer besonderen Darbietung beginnt.

Voriger Artikel
Premiere im Deutschen Theater Göttingen: „Parzival“ in der Inszenierung von Brit Bartkowiak
Nächster Artikel
Stadtbibliothek Göttingen: Stille Hunde auf großer Fahrt

Ein großer Moment: Am Ende der großen Show versammeln sich alle Künstler, die jungen wie die älteren, auf der Bühne.

Quelle: Heller

Göttingen. Der Vorhang lüftet sich, Musik setzt ein, und schon nach dem ersten Takt ist klar, dass es keinen besseren Anfang für die Gala hätte geben können als genau diese Nummer mit genau diesem Stück. „Oh Fortuna“, der mächtige Eingangssatz von Carl Orffs Carmina Burana donnert aus den Lautsprecherboxen.

Dazu tanzen mehr als 20 Elevinnen der Ballettschule art la danse und bringen durch Bewegungen und Ausdruck in wenigen Minuten auf den Punkt, was die besungene Schicksalsgöttin Fortuna den Menschen an Glück, aber auch an Leid bringt. Bunte Scheinwerfer fassen das Schauspiel ein und leuchten wie Sonnenlicht, das durch bunte Fenster in einen Kirchenraum fällt.

Ein schöner Kniff, fungiert doch tatsächlich eine Kirche als Aufführungsort des Tanzstückes, von dem bei der Gala nur ein Ausschnitt gezeigt wird. Am 4. und 5. Juli tanzen die Schülerinnen unter der Leitung von Choreografin Judith Kara in der Jacobikirche.

Durch das Galaprogramm führen die Intendanten Nico Dietrich (Junges Theater) und Erich Sidler (Deutsches Theater). Alle Künstler verzichten auf ihre Gage. Mit dem Erlös der Gala fördert „Kunst“ Kultur in der Region. 16 000 Euro konnte der Verein vergangenes Jahr dafür auszahlen.

Buntes Programm

Das Programm ist bunt. So schickt das Literarische Zentrum mit Felix Römer einen Slam Poeten auf die Bühne, der in seinem Gedicht ernste und lustige Verse zugleich unterbringt. „Es ist gefährlich aus fahrenden Zügen zu springen. Aber besser als sich langsam umzubringen“, lautet der stärkste Vers in seinem Text.

Besonders viel Spaß macht die Band Front Porch Picking. Die fünf Musiker bezeichnen das Hawaiihemd als ihre Arbeitskleidung – und genauso klingen sie auch. Bei ihrer Interpretation der Elvis-Stückes Mystery Train beginnen sie langsam und nehmen schnell Fahrt auf, indem die mit Percussion und Mundharmonika eine alte Dampflok imitieren.

Nach der Pause packt die Band Rahalla orientalische Klänge in ein modernes Arrangement, und Geigerin Nathalie Kundirenko bringt zusammen mit der Pianistin Julia Bartha eine gelungene Darbietung von Henri Wieniawskis „Polonaise brillante“. Auch der erstmals angekündigte spezielle Gast kommt aus dem Bereich der Musik.

Ulrike Schneider wird in diesem Jahr die Hauptrolle bei den Händelfestspielen in der Oper Agrippina singen, Premiere am Freitag, 15. Mai. Bei der „Kunst-Gala“ gibt die Mezzosopranistin vom Staatstheater Kassel mit zwei Arien einen überzeugenden Vorgeschmack.

Solo auf dem Reisigbesen

Auch der Beitrag des Jungen Theaters ist geprägt von Musik. Das Ensemble spielt eine Szene aus dem Stück „Forever 27 Club“, das kommenden Sonnabend Uraufführung feiert. Ali Berber gibt darin ein spritziges Luftgitarren-, nein, wohl eher Reisigbesensolo, zu den Klängen von Jimi Hendrix’ „Hey Joe“.

Das kommt beim Publikum gut an. Ebenso wie die zweite schauspielerische Darbietung an diesem Abend. Elisabeth Hoppe, Frederik Schmid und Gabriel von Berlepsch spielen im beeindruckenden Sprachtempo eine Szene aus X-Freunde, das am Deutschen Theater gezeigt wird.

Der Erlös der Gala wird dieses Jahr Projekten zu Gute kommen, die sich mit der Schaffung neuer Kulturräume befassen. Mindesten 20 000 Euro, das verrät Vereinsvorsitzender Nils König, werden dabei vergeben.

Von Daniela Lottmann

Weitere Infos zum Verein im Netz unter kunst-ev.de
 

Die Gala des Vereins „Kultur unterstützt Stadt Göttingen“ („Kunst“) ist ein Glanzlicht des Kulturjahres, das diesmal mit einer besonderen Darbietung beginnt. © Heller

Zur Bildergalerie
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Milchbar im Nörgelbuff