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Ballett im Hörsaal

7. Tanz-Kultur-Woche Ballett im Hörsaal

"Das Mädchen mit den Schwefelhölzern" hat das Publikum am Dienstag in der Privaten Hoschschule Göttingen (PFH) begeistert. Deren Hörsaale wurden zur Bühne für die Vorstellung der 7. Göttinger Tanz-Kultur-Woche mit 20 Tänzerinnen und Mitarbeitern die Hochschule.

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Tanz im Hörsaal: Schülerinnen der Ballettschule-Art la Danse tanzen in den Räumen der Privaten Hochschule Göttingen (PFH).

Quelle: r

Göttingen. Dem für ein Ballett ungewöhnlichen Ort folgte die gleichfalls ungewöhnliche Choreographie, denn die tänzerischen Abschnitte und Rezitationen fanden in vier unterschiedlichen Räumen der PFH statt. Das Publikum war Teil der Inszenierung und ließ sich nur zu gerne in das Geschehen einbeziehen, immer wieder gab es Interaktionen zwischen Tänzerinnen und Besuchern. Die Zuschauer begleiteten das Ensemble durch Hörsaal, Auditorium, Lounge und Plazabereich, wobei jedem Raum die entsprechende szenische Bedeutung innerhalb des Märchens von Hans-Christian Andersen zukam.

Infos

Die Tanz-Kultur-Woche endet am 25. September  Infos: kultur-in-der-alten-fechthalle.de

Mit viel Feingefühl hatte Kara die tragische Geschichte des Mädchens bearbeitet, das  –  unbemerkt von den feiernden Bürgern – in der Silvesternacht mitten in der festlich geschmückten Stadt erfriert. Dabei sieht sie in immer lebhafteren Träumen ihre verstorbene Großmutter wieder, mit der sie sich schließlich im Himmel vereint. Kara greift damit die aktuellen Themen Parallelgesellschaft, Flucht und Vertreibung auf. Die Rolle des Mädchens tanzten während des Stückes wechselnde Solistinnen, ein Hinweis auf die individuelle Dramatik der Schicksale, die sich gerade derzeit überall auf der Welt in vielen unterschiedlichen Facetten darstellt.
"Nach einem Jahr Vorbereitung und intensiven Proben gerade in der Endphase, war dieser Auftritt ein absolut gelungener Abschluss für das Projekt", resümierte Judith Kara, nachdem der minutenlange Applaus verhallt war. Auch Gastgeber Prof. Bernt R. A. Sierke, Geschäftsführender Gesellschafter der Trägergesellschaft der PFH, erklärte: "Dem Göttinger Publikum die PFH auf diese unerwartete und ungewöhnliche Weise präsentieren zu können, hat unser Hochschulleben fraglos nochmals wesentlich bereichert." r

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