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A-cappella-Band Vocaldente zweimal in Göttingen zu Gast

Kleinkunstbühne A-cappella-Band Vocaldente zweimal in Göttingen zu Gast

Die Sänger der A-cappella-Band Vocaldente stammen aus Hannover. Aber nicht alle, denn Bassist Tobias Pasternack ist in Geismar zu Hause. Dort auf der Kleinkunstbühne des Kulturvereins hat die Band am Freitag und am Sonnabend Konzerte zu ihrer neuen CD „Life is a highway“ angesetzt. Beide Auftritte sind ausverkauft.

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Vocaldente auf der Kleinkunstbühne in Göttingen-Geismar

Quelle: Vetter

Göttingen. Manchmal schreibt der Zufall die besten Pointen. Etwa wenn der Anstimmton erklungen ist, die Sänger den Rücken gerade machen, Luft holen für ihren ersten Ton – als genau in diesem winzigen, stillen Augenblick das Piepen eines rückwärts fahrenden Feuerwehrautos hineindröhnt. „Das ist ein Fis“, setzt Sänger Tobias Kiel noch einen drauf. Das Publikum johlt vor Lachen.

 
Dass Pasternack in Göttingen lebt, wird mehrmals in den Ansagen zwischen den Liedern zum Thema. Einer Reifeprüfung müsse sich jeder Mann im Leben einmal stellen, erzählt Jakob Buch. So habe Pasternack zu Jugendzeiten einmal in roter Unterhose durch die Göttinger Innenstadt laufen müssen. „Ach du warst das“, kommentiert ein Zuschauer die Geschichte, und erntet damit einige Lacher.

 
Zwischenrufe und witzige Kommentare aus dem Publikum sind an diesem Abend nicht selten. Auch deswegen erweist sich die Keinkunstbühne als guter Ort für das Konzert. Die Atmosphäre ist behaglich.

 
Musikalisch kündigen Vocaldente zu Beginn des Konzerts eine bunte Mischung an. Von „Footloose“, einem Hit aus den 80ern, bis zum Klassiker „Kannst du pfeifen, Johanna?“ von den Comedian Harmonists werden viele Genres bedient. Auch härtere. „Meine Mutter würde sagen, das ist Krach“, leitet Kiel den „Song Chop Suey!“ ein, der im Original von der Alternative-Metal-Band System of a down stammt. Das Schlagzeug lassen Vocaldente in ihrer Version weg, die Gitarrenstimmen nehmen weniger Raum ein, und der Fokus wird auf die Gesangmelodie gesetzt. Dadurch nehmen die Sänger dem Stück die Bissigkeit und legen den Blick frei auf eine komplizierte Komposition. Dass Metalmusik in vielen Teilen der Klassik ähnelt, wird in der Szene schon lange diskutiert. Bemerkenswert, dass ausgerechnet eine A-cappella-Formation diese Gemeinsamkeiten so deutlich herausarbeiten kann. Dafür gibt es viel Applaus.

 
Besonders lange klatscht das Publikum auch nach einem anderen Stück. Ein Mashup, bei dem die Band „Don't worry, be happy“ mit dem deutschen Kinderlied „Der Kuckuck und der Esel“ mischt. Das Versprechen, eine bunte Mischung zu singen, hat die Band damit grandios gehalten.

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