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Starke Frauenstimmen

A-cappella-Quartett in Barterode Starke Frauenstimmen

Ihr aktuelles Album „A Women Thing“ ist eine Hommage an starke, kreative und sinnliche Sängerinnen. Das A-cappella-Quartett „Les Brünettes“ besticht durch vier starke Künstlerinnen mit ebensolchen Stimmen. Zum Abschlusskonzert von „Kultur im Kreis“ beeindruckten sie im Gasthaus Plumbohm in Barterode.

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Quelle: PH

Ungewohnten Glamour brachten Juliette Brousset, Stephanie Neigel, Julia Pellegrini und Lisa Herbolzheimer auf die eher schlichte Bühne des Gasthauses. Sie haben sich während des Gesangsstudiums an der Musikhochschule in Mannheim zu „Les Brünettes“ zusammengefunden.
Mit dem Ausruf „Treckerstau in Barterode, wo wir schon immer mal spielen wollten“, eröffnen die vier Sängerinnen augenzwinkernd ihren Auftritt. Lieder starker Frauenstimmen haben sie auf ihrem jüngsten Album neu arrangiert. „A Women Thing“ ist ihre persönliche, sehr fantasievolle Annäherung an die Werke ihrer Vorbilder.
Herbolzheimer hätte gerne in dem Film „Blues Brothers“ die Rolle Aretha Franklins gespielt. In deren „Say a little prayer“ verwirbeln die Stimmen förmlich miteinander und umgarnen sich. Die Schweizerin Pellegrini huldigt mit „Alfonsina y el mar“ ihrem Idol Mercedes Sosa mit einem sehr eindringlichen Arrangement und hinterlässt erstmals Gänsehautstimmung. Mit viel Power begeben sich die Französin Brousset und ihre Mitstreiterinnen in Edith Piafs „L´homme à la moto“ auf eine Motorradtour. Neigel würdigt Joni Mitchell in „A case of you“ mit einer unter die Haut gehenden Interpretation.
Die Sängerinnen schöpfen ihr unterschiedliches stimmliches Potenzial in allen Facetten aus, ergänzen sich dabei traumhaft und kreieren eine eigene Musiksprache mit wunderbaren Harmonien. In abwechslungsreicher Anordnung klingen ihre Stimmen überraschend vielseitig, umschmeicheln einander und schaffen ein luftiges Bett für den Leadgesang. Mit Körperperkussion, Fingerschnippen und einer Loopstation erzeugen sie zusätzlich eine in ihrer Schlichtheit kongeniale Perkussionsbegleitung, aufgepeppt mit kleinen, teils sehr humorvollen Choreografien und charmanten Moderationen.
Wenn eigentlich keine Steigerung mehr möglich scheint, schaffen sie diese zum Ende mit Nina Simones sehr perkussivem „Sea line woman“ und legen unter Mitwirkung des begeistert mitgehenden Publikums mit „Put a ring on it“ noch eine fulminante Beyoncé-Parodie nach.
Mit ihren ideenreichen Arrangements und gesanglichen Möglichkeiten spielen die vier Frauen in der obersten Liga der Vokalmusik.

 Von Jörg Linnhoff

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