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"Abenteuer" mit Till Brönner in der Göttinger Stadthalle

Niedersächsische Musiktage "Abenteuer" mit Till Brönner in der Göttinger Stadthalle

Es ist Tradition, dass die Niedersächsischen Musiktage unter einem Thema stehen: Um "Abenteuer" geht es in diesem Jahr. Till Brönner, der auch das Festival im Verdener Dom eröffnete, trat mit „Abenteuerlust“ und einem frisch zusammengestellten 20-köpfigen Orchester in der Stadthalle auf.

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Till Brönner

Quelle: Heller

Göttingen. Dieses ist mit sieben Streicherinnen, zwei Schlagzeugern, einem Perkussionisten, fünf Bläsern, zwei Pianisten. einem Bassisten und einem Gitarristen besetzt. Geleitet wird es von Magnus Lindgren, der zusätzlich auf der Querflöte und dem Tenorsaxophon Glanzpunkte setzt und alle Stücke arrangiert hat. Nach einem spritzigen Intro kündigt eine Stimme aus dem Off den prominenten deutschen Trompeter an.

Brönner ist ein musikalisches Chamäleon, der als erster Musiker sowohl den ECHO Pop, ECHO Klassik und ECHO Jazz gewann. Für den Abend in der Stadthalle verspricht er eine abenteuerliche Reise in verschiedene Länder und Kontinente, die er auch charmant moderiert.

„Also Sprach Zarathustra“ von Richard Strauss ist der fulminant perkussive Start zu einem Parforceritt durch die Jazzhistorie, vermischt mit  E- und Filmmusikanteilen. Mit einem Louis Armstrong Medley geht die Reise nach New Orleans, der Wiege der populären Musik. Dazu versammeln sich Mitglieder der Bläsersektion mit Brönner zu einem „Funeral March“ am Rand der Bühne, der in fetzige Swingmusik übergeht. Mit „Once upon in a summertime“ lädt Brönner zu einer stimmungsvollen Spätsommernacht nach Paris ein. Ein Bossa Nova Medley führt gemeinsam mit dem Gastsänger und Gitarristen Peter Fessler nach Südamerika. Weiter geht die Reise mit Bebob nach New York in den berühmten Jazzclub „Birdland“, benannt nach Charlie Parker´s  Spitznamen „Bird“. „Moose the Mooche“ hat dieser seinem Drogendealer gewidmet.

Immer wieder gibt Brönner seinen Musikern Gelegenheit zu beeindruckenden solistischen Ausflügen. Sein humoriger „Stepptanz mit Zigarre“ leitet über nach Kuba. Gemütlich wird es mit dem „Blue Eyed Soul Medley“. Rücken an Rücken liefert sich Brönner darin ein „Duell“ mit Lindgren am Tenorsaxophon.

Zum „Grande Finale“ präsentiert Fessler dann mit allen Musikern seinen Welthit „New York- Rio-Tokio“ und obendrauf gibt es noch William Pharrell`s Hit „Happy“.

Glücklich verlassen wohl auch die meisten Besucher die fast ausverkaufte Stadthalle. Sie haben einen stimmungsvollen, hochprofessionellen, abwechslungsreichen Auftritt erlebt, dem jedoch bei aller Musikalität etwas mehr Seele gut getan hätte.

Von Jörg Linnhoff

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