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„About Songs Christmas Tour 2016“ im Nörgelbuff Göttingen

Musikalische Geschenke „About Songs Christmas Tour 2016“ im Nörgelbuff Göttingen

Die Vorankündigung verspricht Weihnachtsstimmung in einem individuellen Tourformat mit Überraschungen. Mit entspannter Folk-, Pop- und Indie-Musik sind Easy October aus Schweden, Two Bears North aus Kanada und  der Songwriter Max Paul Maria aus Berlin im Musikclub Nörgelbuff aufgetreten.

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Energiegeladen: Bassistin Melissa Walker von Two Bears North.

Quelle: Linnhoff

Göttingen. Wer jedoch Weihnachtssongs in speziellem Gewand erwartet hatte, lag hier falsch. Vielmehr ging es vorwiegend um gute Indie-Musik, die in etwas anderer Form live präsentiert wird. Die Künstler treten ohne ihre Bands auf, mit denen sie sonst auf Tour sind. Dabei unterstützen sich die Musiker gegenseitig auf der Bühne, arbeiten Songs vorweg um und studieren neue Lieder gemeinsam ein.

Weihnachtlich geschmückt empfängt der Nörgelbuff an diesem Nikolauskonzertnachmittag seine Gäste. Es gibt Kekse und Schokoladennikoläuse auf den Tischen.

Die sympathischen Kanadierinnen Sophie Heppell und Melissa Walker von Two Bears North beginnen unverstärkt den musikalischen Teil mit Banjo, Gitarre und Duett-Gesang Mit Wortwitz und Charme handeln ihre Songs vom alltäglichen Leben, begleitet von eingängig-stimmungsvollen Melodien und Beats. Im zweiten Stück geht es dann verstärkt mit Bass und E-Gitarre weiter, unterstützt von Nico Rotter an den Drums.

Nach drei Stücken erfolgt der fliegende Wechsel zum Berliner Songwriter Max Paul Maria, der in diesem Jahr zum zweiten Mal bei der Tour dabei ist. Maria trägt mit beeindruckend markanter, rauchiger Stimme intensive Lieder zur Mundharmonika und Gitarre vor, die an amerikanische Songwriter wie Bob Dylan und Neil Young in ihren akustischen Phasen erinnern. Begleitet wird auch er von Rotter, der nun seine Qualitäten an der E-Gitarre zeigt.

Das schwedische Folk-Pop-Duo Easy October mit Sänger und Gitarrist Kristoffer Hedberg und dem Gitarristen Pontus Blom  präsentiert im Anschluss entspannten Gitarrenrock. Hedberg beginnt a cappella, seine Lieder sind fast durchweg ruhigvorgetragen mit wehmütig-voluminöser Stimme zu dezenten Gitarrenklängen.

Zu „Don᾽t let the sunshine ruin it all“ kommen dann alle Musiker auf die Bühne. Das gesamte Ensemble rockt sich mehrstimmig warm. Im Wechsel lösen sich die Protagonisten am Leadgesang ab und mit „Get The Hell Out Of Here“ gibt es auch einen echten Ohrwurm von Two Bears North zu hören.

Am Ende eines stimmungsvollen Nachmittags voller musikalischer Überraschungen bekommt das begeisterte Publikum noch je einen Song von jedem Künstlers als Zugabe und Geschenk mit auf den Weg. Zwei Stunden großes Kino!

Von Jörg Linnhoff

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