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Abschluss des Haydn-Zyklus

Göttinger Symphonie Orchester Abschluss des Haydn-Zyklus

Musik von Joseph Haydn jenseits seiner populären späten Symphonien präsentierte das Göttinger Symphonie Orchester am Donnerstag, 16. April, im Deutschen Theater: ein anregender, kurzweiliger Abend mit virtuosen Leistungen.

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Im Deutschen Theater: Christoph-Mathias Mueller dirigiert das Göttinger Symphonie Orchester.

Quelle: CR

Nicht alle Tage beginnt ein Konzert mit einem Sonnenaufgang. Doch Haydn macht’s möglich: In den ersten Takten seiner Symphonie „Le Matin“ (Der Morgen) hört man förmlich, wie sich der Himmel rötet und die ersten Strahlen des Tageslichtes die Erde wärmen.

Mit dieser Symphonie eröffnete Dirigent Christoph-Mathias Mueller den dritten und letzten Abend des Haydn-Sonderzyklus des Göttinger Symphonie Orchesters (GSO) im gut besetzten Deutschen Theater. Das Schwesterwerk, die Symphonie „Le Soir“ (Der Abend) beschloss ihn. Weil Haydn mit dieser Musik Ehre für sein Orchester am Hof des Fürsten Esterhazy einlegen wollte, hat er eine große Zahl von virtuosen Solopassagen einkomponiert, in denen Musiker ihre Fähigkeiten vorführen können. Das nutzten die GSO-Instrumentalisten weidlich: von Konzertmeister Adam Czermak und seine Kollegin Christine Toparkus von der zweiten Geige über Solocellist Joachim Mittelbach und den Kontrabassisten Laszlo Balogh bis zu den brillanten Bläsern Birte Simon (Flöte), Viorel Bindila (Oboe), Angela Janßen (Fagott). Mueller sorgte für spannungsreiche Entwicklungen, klare Akzentuierungen, melodiösen Schmelz und präsentierte Haydns musikalische Pointen mit Schalk und Witz. 

Jugendlicher Impetus

Zwei Instrumentalkonzerte waren zwischen diese Symphonien gefügt: Violinsolist Hansheinz Schneeberger zeigte im C-Dur-Violinkonzert Haydns eine für einen 83-jährigen Musiker bewundernswerte Leichtigkeit, wiewohl seine vergleichsweise eigenwilligen Temposchwankungen dem begleitenden Orchester und seinem Dirigenten ungewöhnlich viel Flexibilität abverlangten. Cellist Peter Bruns besitzt mitreißenden jugendlichen Impetus: Mit seiner spannenden, im Finale vehement voranstürmischen Interpretation des C-Dur-Violoncellokonzerts setzte er diesem kurzweiligen Abend Glanzlichter. 

Zum Genuss trugen die kenntnisreichen und unterhaltsamen Werkeinführungen der Musikwissenschaftlerin Dorothea Schröder eine Menge bei. Lang anhaltender Beifall für das Gastspiel des GSO im Deutschen Theater – gewiss nicht das letzte seiner Art.

                                                                                                                  Von Michael Schäfer

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Göttinger Symphonie Orchesters

Nein, einen Western gab es nicht, auch wenn das Motto des Konzerts „High Noon“ hieß. Namensgeber des zweiten Abends der Wiener-Klassik-Reihe des Göttinger Symphonie Orchesters war Haydns Symphonie „Le midi“ (Der Mittag), mit der das unterhaltsame Programm begann.

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