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Achim Lenz wird Intendant

Domfestspiele Achim Lenz wird Intendant

In den kommenden Jahren möchte sich Achim Lenz jedoch ganzjährig den Gandersheimer Domfestspielen widmen, wie er in seiner Antrittsrede am Mittwoch betonte. In seiner Rede legte er seine Faszination für die Festspiele dar, die er ja gewissermaßen „von der Pike auf“ miterlebt habe und skizzierte seine Visionen für die kommenden Jahre.

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Der Schweizer Regisseur Achim Lenz.

Quelle: r

Gandersheim. Dabei ging er sowohl auf die künstlerischen als auch auf die wirtschaftlichen Herausforderungen ein, die ihn in seiner zukünftigen Position erwarten würden. Besonders liege ihm aber auch die intensive Zusammenarbeit mit Bürgern und Institutionen vor Ort in Bad Gandersheim am Herzen, die es erst ermögliche, die Festspiele zu einem außergewöhnlichen und unvergesslichen Event für Besucher zu machen: Er sehe die Festspiele als „einen Treffpunkt, einen kommunikativen Teil des Gemeinwesens, einen innovativen und kreativen Mittelpunkt und Motor in Bad Gandersheim“.

Im künstlerischen Bereich werde sich Lenz für ein äußerst abwechslungsreiches Programm stark machen, mit mitreißenden Musiktheater-Inszenierungen, einem anspruchsvollen und mutigen Schauspielklassiker und einer großen Produktion für junge Zuschauer, wie auch aus seinem Spielplan deutlich wurde, den er am Ende der Pressekonferenz verkündete. Dabei strebe er allerdings nicht zwei Großproduktionen im Bereich Musical an, sondern werde für eine Produktion – ganz nach dem Vorbild seiner Inszenierung von „Die Comedian Harmonists“ – nach einem hervorragenden Schauspiel mit Musik suchen. Im Schauspiel interessiere er sich für Bad Gandersheim insbesondere für die deutschen Klassiker und nannte Namen wie Schiller, Goethe oder Kleist – auch weitere europäische Klassiker, etwa von Ibsen oder Raimund, könne er sich jedoch gut auf der Festspielbühne vorstellen.

Besonders großes Interesse zeigte Lenz auch daran, die Festspiele mit seinen bisherigen Erfahrungen als Kulturmanager in wirtschaftlicher Hinsicht erfolgreich weiterzuführen und Arbeitsbereiche behutsam neu zu strukturieren und somit zu optimieren. Ein marketingstrategisch besonders wichtiges Highlight und Ziel sei für ihn das Jubiläumsjahr der 60. Gandersheimer Domfestspiele im Jahr 2018. Bereits jetzt bemühe sich Lenz darum, diese Spielzeit so vorzubereiten, „dass wir noch Jahre später davon zehren werden“. Dazu gehöre es auch, sowohl künstlerische als auch politische und wirtschaftliche Prominenz wieder nach Bad Gandersheim zu locken.

Besonders hob Achim Lenz sein Interesse an der Weiterführung einer starken Jugendarbeit bei den Domfestspielen heraus. Neben dem großen Kinderstück und dem Jugendtheaterfestival THEATERViRUS werde er eine ganzjährige Theaterpädagogenstelle schaffen, um somit den festspieleigenen Jugendclub durchgehend anbieten zu können und ein neues Bürgerensemble zu gründen. Auch an seiner Inszenierung des Schauspielklassikers „Kabale und Liebe“ wolle er Jugendliche in besonderer Weise teilhaben lassen. Nachwuchsförderung plane er jedoch auch an anderer Stelle: Er wolle seine Kontakte zur Folkwang Universität in Essen nutzen, um dort gezielt für die Festspiele nach jungen Talenten mit einer großen Zukunft zu suchen. r

www.domfestspiele-gandersheim.de

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