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Adwoa Hackman und Band im Göttinger Liveclub Nörgelbuff

Über die Verletzbarkeit durch Worte Adwoa Hackman und Band im Göttinger Liveclub Nörgelbuff

Adwoa Hackman ist Musikerin, Sängerin, Gitarristin und Songwriterin mit ghanaisch-deutschen Wurzeln. Aufgewachsen mit der Soulmusik von Stevie Wonder oder Prince machte sie schon früh eigene musikalische Erfahrungen. Sie studierte Gesang und Gitarre und nahm Schlagzeugunterricht.

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Adwoa Hackman.

Quelle: Linnhoff

Göttingen. Geboren in München zog sie 2001 nach Berlin, absolvierte eine Ausbildung zur Erzieherin und lernte nach und nach die Berliner Musikszene kennen. 2011 erschien ihr Debüt-Album „Tief wie das Meer“.

„Leute seid ihr da?“ Hackman ist eine Künstlerin, die sofort den Kontakt mit dem Publikum sucht. Schon vor dem ersten Stück ermuntert sie dieses akustisch am Konzert teilzunehmen. Schließlich sei es das Abschlusskonzert ihrer kleinen Promotiontour quer durch Deutschland für das neue Album „Exil“. Dies müsse in einem gebührenden Rahmen stattfinden. Während einer kurzen Unterbrechung der Tour hat sie am Berlin Contest teilgenommen und diesen gewonnen. Dabei treten die verschiedenen Stadtbezirke gegeneinander an. Sie ist für Treptow gestartet.

Der Siegertitel „S.O.S“ ist ein munter, rockiges Popstück, das sofort im Ohr haften bleibt. Ihre Band mit Rene Flächsenhaar am Bass und Chris Farr am Schlagzeug legt ein stets beeindruckend druckvolles Fundament für die vorwiegend in Deutsch gesungenen Lieder. Dabei präsentieren sie eine abwechslungsreiche Mischung aus Rock, Blues, Soul und Pop-Musik. Ihre warme, soulige Stimme begleitet Hackman meist sehr rhythmisch auf ihrer E-Gitarre. Etwas ruhiger mit schleppendem Bluesschema kommt „Gefangen im Exil“, das Titelstück der neuen CD, daher. Für den Albumtitel hat sie die Kurzform „Exil“ gewählt, da sie einprägsamer ist. Der Frage an das Publikum nach „Lust auf mehr Blues?“ lässt sie „Morgens um 4“ mit einem eindringlichen E-Gitarrensolo folgen.

Obwohl sie in Berlin lebt und die Stadt liebt, geht ihr diese manchmal gehörig auf den Keks, weil sie zu laut, zu stinkig und zu stressig sei. „Es geht vorwärts“ thematisiert dieses Gefühl. Ruhig und entspannt kommt das Stück als Gegenpol daher, begleitet auf der akustischen Gitarre mit einer immer wiederkehrenden Refrainschleife. Ganz intim wird es, wenn Hackman solistisch nur zur akustischen Gitarre in „Scharf wie´n Schwert“ über die Verletzbarkeit durch Worte sinniert. Passend endet das Konzert mit dem Stück “Goodbye“ und den Zeilen „Diese Nacht soll nie enden...“. Die Zuschauer werden noch einmal zum Mitmachen animiert und wachsen zu einem respektablen Backgroundchor, bevor sie die Band mit großem Applaus zu drei weiteren Zugaben treiben.

Von Jörg Linnhof

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