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Albert Lee und seine Band Hogan´s Heroes im Göttinger Nörgelbuff

Albert Lee und seine Band Hogan´s Heroes im Göttinger Nörgelbuff

Der 68-jährige englische Gitarrist und Sänger Albert Lee hat viele Spuren in der Rockgeschichte hinterlassen. Er hat mit Größen wie Eric Clapton, Emmylou Harris, Joan Armatrading und Joe Cocker gespielt und 2010 sein 50-jähriges Bühnenjubiläum gefeiert. Nun spielte er mit seiner Band Hogan´s Heroes im Nörgelbuff. Das Konzert war seit Wochen ausverkauft.

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Albert Lee

Quelle: EF

Göttingen. Zum ersten Mal waren sie 2003 im „Buff“. „It´s good to be back“ sind seine ersten Worte, nachdem der weißhaarige Lee gemeinsam mit Gerry Hogan an der Pedal-Steel-Gitarre, Peter Baron am Schlagzeug, Dona Oxford am Piano und Chris Palmer am Bass unter lautem Applaus die Bühne betreten hat. Rasant rockig legt Lee auf seinem Markenzeichen, der roten Fendergitarre, los. „I´m ready“ und „Let it roll“, ein Stück der legendären Westcoastband Little Feat, werden in einem durch gespielt.

Auf Lees T-Shirt ist ein Skelett auf rasanter Fahrt mit einem Chopper zu sehen, Omen für das, was das vorwiegend ältere Publikum im Laufe des Konzerts zu erwarten hat. Lee gleitet mit einer unglaublichen Fingerfertigkeit über die Saiten, sein Gesang ist leicht angeraut. Rock´n Roll, Rockabilly, Country Shuffle und Westernswing gibt es im Wechsel. Zu „Little things“ übernimmt Baron zu staubtrockenem Schlagwerk den Gesangspart. Bei „Take your time“, einem Buddy Holly Song, wird erstmals das Tempo rausgenommen. Dazu wimmert Hogans Pedal Steel Gitarre im Duett mit Lees feinem Fendersound. Zu ihrer gewaltigen Soulstimme wirbelt Dona Oxfort bei „Something you got“ über die Tasten.

Seiner 20-jährigen Zusammenarbeit mit den Everly Brothers huldigt Lee mit deren Schmachtfetzen „No one can make my sunshine smile“. Neben Eigenkompositionen gibt es weitere Coverversionen von alten Weggefährten wie Dave Edmunds. Sein wohl bekanntestes Stück, das flotte „Country Boy“, beendet das Konzert. Stehender Applaus und „Zugabe“ Rufe werden umgehend mit einer Brian Campbell Zugabe belohnt, bevor die Band das Publikum mit dem Rockabilly Song „Tear it up“ stilvoll nach Hause schickt. Im Anschluss nehmen sich die Musiker noch viel Zeit für Gespräche. Keine Spur von Stargehabe, durchweg sympathisch!

Von Jörg Linnhoff

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