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Amber Rubarth auf der Kulturbühne im Göttinger Apex

Auf Anhieb sympathisch Amber Rubarth auf der Kulturbühne im Göttinger Apex

Sie gilt als eines der erfolgreichsten Talente der US-amerikanischen Indie-Folk-Szene. Das Owl-Magazine wählte ihr Debüt-Album 2008 in die “Top Ten Of The Year”. Nach Auftritten bei MTV und Tourneen in den USA, Japan und Europa gab Amber Rubarth nun ein Gastspiel im Apex.

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Göttingen. Sie absolvierte zuerst eine Ausbildung als Bildhauerin, bevor sie sich spät mit 20 Jahren entschloss, das Gitarrenspiel zu lernen und Musikerin zu werden. Nach dem College tingelte sie mit selbst geschriebenen Songs und Freunden durch Bars. Es folgten regelmäßige Auftritte in Clubs und ein Radioauftritt. Mehr 1,6 Millionen Klicks auf ihrer Myspace-Seite und der Gewinn des „International Songwriting Competition 2006“ mit ihrem Song „Washing Day“ führt sie bis auf Rang 16 der „UK Top 100 Favourite Female Vocalists“. Nach drei veröffentlichten Alben ist Rubarth nun längst kein Geheimtipp mehr.

Mit einem lockeren „Hello, first time here and it feels good“ betritt die auf Anhieb sympathische Sängerin die Bühne und greift zu ihrer halbakustischen Gitarre. Mit ihrer klaren, kräftigen, leicht kehligen Stimme trägt sie ihre von Folk und Country geprägten Lieder vor. Diese drehen sich nach eigener Aussage meist um die Liebe und das Drumherum. Balladesk besingt sie den „Full moon in Paris“.

Ihr Gitarrenspiel ist unspektakulär, meist rhythmisch begleitend, mit feinen, kleinen melodischen Intros. Sie habe erst nach Nashville ziehen müssen, um einen gleichnamigen Song über New York schreiben zu können, erzählt die Musikerin. Das hauseigene Klavier, in das sie sich offenbar auf Anhieb verliebt hat, animiert Rubarth dazu, einige alte Songs wie „Pilot“ darauf zu spielen. Wenn sie ein größeres Auto dabei hätte, würde sie das Klavier gerne mit nach Hause nehmen, fügt sie schmunzelnd an.

Zwischen ihren durchweg eigenen Kompositionen spielt sie mit „Just like a woman“ ein wunderbar entspanntes Bob-Dylan-Cover. Das lebhafte, fast rockige „Novacaine“ beendet ihr reguläres Programm. Die Besucher reagieren begeistert auf die Frage, ob sie noch mehr Songs wollen. Rubarth bezeichnet sie daraufhin lächelnd als „party animals“. In den Zugaben gibt sie noch mal das Country Girl. Mit „Good Mystery“, Titelsong ihres zweiten Albums und einem „A very big danke fürs Zuhören“ verabschiedet sich Rubarth. Großer Applaus für eine Künstlerin, die herrlich ungekünstelt, natürlich rüberkommt und anschließend noch viele CDs signiert.

Von Jörg Linnhoff

Weitere Infos zu Amber Rubarth unter ► amberrubarth.com

Amber Rubarth live at The Living Room, NYC for CMJ 2012

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