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Andreas Kümmert im Muthaussaal in Hardegsen

Wehmütig, erdig, geradlinig Andreas Kümmert im Muthaussaal in Hardegsen

Wenn er singt, klingen der Blues, Rock und Soul vergangener Zeiten durch den Raum. Während seiner „Live & Akustisch Tour 2016“ hat Andreas Kümmert am Freitag  im ausverkauften Muthaussaal in Hardegsen sein jüngstes Album „Here I Am“ präsentiert. 350 Konzertbesucher waren begeistert.

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Andreas Kümmert überzeugte in Hardegsen.

Quelle: Heller

Hardegsen. Im Dezember 2013 gewann er die dritte Staffel der viel gelobten Fernseh-Show „The Voice of Germany” und im vergangenen Jahr die nationale Entscheidung zur Teilnahme am ESC – dank der vielen Stimmen des Publikums stets weit überlegen vor seinen Konkurrenten. Doch Andreas Kümmert lehnte zur großen Enttäuschung seiner Fans ab. Er wollte Deutschland nicht beim Eurovision Song Contest 2015 in Wien vertreten.

19 Zusatzkonzerte in Hardegsen

Am Mittwoch dieser Woche meldete das Magazin „Stern“ Kümmert begründe die Ablehnung seiner damaligen Wahl mit „Angststörungen“. Er habe unkontrollierbare Angst- und Panikattacken bekommen. Aber am Freitag spielt das keine Rolle. Der 29-Jährige stellt im Muthaussaal sein Album “Here I Am” vor, an dem Rapper und Singer-Songwriter Max Herre als Komponist, Texter und Co-Produzent entscheidend mitwirkte. Nach den 50 Tour-Auftritten im Herbst und Winter gibt Kümmert eines seiner 19 Zusatzkonzerte in Hardegsen.

„Wir haben vor zwei Jahren die Idee gehabt, Herrn Kümmert hier herzuholen. Es war ein langer, langer Weg, aber wir haben es geschafft“. So begrüßt Norbert Höhne von der veranstaltenden Kulturinitiative Hardegsen die begeistert jubelnden Besucher.

Dann startet Kümmert auch direkt ohne Tamtam durch. Zur Akustikgitarre, mit geschlossenen Augen und kraftvoller Stimme singt er seine erste Ballade. Und im Publikum sind auch gleich die ersten lächelnden Gesichter zu sehen. Mit seiner eindringlichen Stimme reißt der gebürtige Unterfranke seine gleichermaßen jungen wie älteren Zuhörer vom ersten Lied an mit.

Termine

Andreas Kümmert tritt am 18. März in der CD-Kaserne in Celle und am 16. April in der Kulturscheune in Salzgitter auf. Beginn ist um 20 Uhr.

„Wir sind das Duo Les Miserables“ stellt Kümmert seinen Keyboarder Sebastian Bach vor, der ihn mit viel Gefühl und Können an den Tasten und als Sänger durch den Abend begleitet. Und zwischen seinen witzelnden Moderationen bringt Kümmert auf den Punkt, was man von ihm erwartet: tiefe Blues-Balladen, erdigen und geradlinigen Rock‘n’Roll, spirituellen Soul.

Abwechslungsreiches Repertoire

Mal wehmütig, sehnsuchtsvoll und ganz zart, dann wieder mit viel Leiden und Tiefgang in der kraftvollen Stimme, die sich immer wieder fiebrig explosiv entlädt und zwischen energisch kraftvollem Gesang und Kopfstimme wechselt singt Kümmert seine Lieder. Mal an Cocker oder Frampton erinnernd, mal jazzig oder folkig, mal mit Countrysound oder Singer-Songwriter-Schmelz kommen die Songs abwechslungsreich arrangiert daher.

Und immer ist es Musik, die präsent, ehrlich und handgemacht klingt, und deswegen auch berührt. Mit drei Zugaben, unter anderem einem rockigen „Rocket Man“ und einem jazzigen „Fly me to the Moon“verabschiedet sich Kümmert von einem schwer begeisterten und tollen Publikum.

Von Karola Hoffmann

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