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Angelika Fornell über eine Offenbarung, das Tanzen, die Kamera und Choreografen

Die Welt umarmen Angelika Fornell über eine Offenbarung, das Tanzen, die Kamera und Choreografen

Zwei Theaterhäuser stehen in Göttingen. Dazu kommen professionell arbeitende freie Theater und ein studentisches. Eine Tageblatt-Serie stellt die Schauspieler vor.

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Zwei Theaterhäuser stehen in Göttingen. Dazu kommen professionell arbeitende freie Theater und ein studentisches. Eine Tageblatt-Serie stellt die Schauspieler vor.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Die Schauspielerei war nicht ihre erste Wahl. Zunächst hat Angelika Fornell Architektur studiert und auch sieben Jahre in dem Beruf gearbeitet.

„Nach der Schule wollte ich erstmal raus, die Welt umarmen, die Welt des großen Wissens kennenlernen“, erzählt sie. Architektur verband für sie am ehesten Kunst und Wissen. Sie habe aber immer gewusst, dass da noch was sein muss. „Ich wusste nur lange nicht, was“.

Ein Theaterworkshop war dann die Offenbarung. Nach Stationen unter anderem am Schauspiel Köln, dem Staatstheater Wiesbaden und dem Düsseldorfer Schauspielhaus ist sie nun seit der Spielzeit 2010/2011 am Deutschen Theater in Göttingen. Hier fühlt sie sich wohl, der Umgang miteinander sei warmherzig.

Eine Traumrolle gibt es für Fornell nicht mehr. Aber sie spiele gern die komischen Alten mit all ihren Verwerfungen. Vor Premieren ist sie sehr aufgeregt. Deshalb muss alles nach einem strikten Zeitplan ablaufen, den sie auch schriftlich festhält. Und ein Wecker ist immer dabei, auch beim Einsingen auf der Probebühne. Sie geht noch einmal alle Kritiken der Endprobenwoche  durch, nimmt sich eine bestimmte Aufgabe für den Abend vor. Das sei ihr Rucksack, das beruhige sie.

Zwei Theaterhäuser stehen in Göttingen. Dazu kommen professionell arbeitende freie Theater und ein studentisches. Eine Tageblatt-Serie stellt die Schauspieler vor. © Hinzmann

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Fornell steht auch immer mal wieder vor der Kamera für Fernseh-Produktionen oder wie  kürzlich für den Göttinger Krimi „Harder und die Göre“. Der Unterschied zur Theaterbühne? „Beim Theater muss ich über große Distanzen senden“, erzählt sie, die Kamera aber sei neben ihr. Man müsse sich auf einen Zuschauer einstellen, der immer ganz nah dran ist.

Sport? Nein eigentlich nicht. „Yoga mach ich gern“, so Fornell. „Aber wir haben hier ja auch so Choreografen“, seufzt sie, da müsse sie auch Liegestützen und solch unangenehme Dinge tun.  Dann lieber wieder tanzen. Argentinischer Tango, der hat es ihr angetan. Vor einigen Jahren ist sie nahezu jedes Wochenende mit Freunden nach Holland gefahren, um Tango zu tanzen.  Ein Freund aus Portugal war mal in Amsterdam, dann in Den Haag und der Freundeskreis folgte ihm.

Von Christiane Böhm

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