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Archie Clapp zur Vorpremiere im Göttinger Apex

Auf der Suche nach Kunst Archie Clapp zur Vorpremiere im Göttinger Apex

„Clappe, das ist Kunst! Comedy mit und ohne Requisiten“ heißt das neue Solo-Programm von Archie Clapp. Mit Zauberei und Jonglage ist er zur Vorpremiere im Apex aufgetreten und dabei zusammen mit einem humorvollen Göttinger Publikum der Frage auf den Grund gegangen, was genau Kunst eigentlich ist.

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Provokateur: Archie Clapp.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Ein bisschen drunter und drüber geht es schon, als Clapp, Kleinkünstler in zweiter Generation und Provokateur, sein Bühnenprogramm vorführt. Da fliegen mal Luftballons aus der Ecke, mal Jonglierkegel durch die Luft und die ein oder andere Spielkarte ins Publikum. Dass nicht jeder Trick einwandfrei gelingt ist so gewollt wie die politische Unkorrektheit mancher seiner Witze. Clapp, Sohn des Göttinger Komödianten Andy Clapp, ist eben einer, der gern provoziert und über alles und jeden lacht – am meisten über sich selbst.

Ausgestattet mit allem möglichen Zauberei-Firlefanz und einem pinkfarbenen Ganzkörperkostüm, das ihn als „Super-Archie“ zum Retter des Berliner Bezirks Neukölln kennzeichnet, tanzt, singt und bespaßt Clapp, wo er nur kann. Dass dabei auch so mancher Zuschauer die geballte Clappsche Komik ohne Rücksicht abbekommt, macht den Comedian umso authentischer.

Da werden schon einmal Hemden geliehen, um sich damit den Schweiß von der Stirn zu wischen. Oder Zuschauer-Assistenzen auf der Bühne auf spezielle Weise gewürdigt: „Hau ab, verpiss dich! Aber du warst super.“ Es ist eben eine besondere Art, die Clapp mitbringt und zum charmanten Tölpel von nebenan werden lässt.

Neben vorgelesenen Tagebucheinträgen von seinem Hund namens „Knoblauchfresser“ und selbst-komponierten Ukulele-Liedern, die allesamt nicht länger als 30 Sekunden gehen, ist die entscheidende Frage des Abends die, was Kunst ist. Clapp lässt hierfür nicht nur ausgewählte Zitate unterschiedlichster Befragter einspielen, er zeigt vor allem auch anhand seiner vielfach subtilen Sketche, dass Kunst so gut wie alles sein kann, so lange man es Kunst nennt.

Von Swenja Lohrengel

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