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Atmosphäre festgehalten, wie in einem Tagebuch

Landschaftsbilder Atmosphäre festgehalten, wie in einem Tagebuch

Man muss sich das so vorstellen: Puck Steinbrecher sitzt in seinem Atelier und schaut aus dem Fenster hinaus. Auf einen Baum, Wasser, das Ufer und den Himmel.

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Landschaftsbilder: Puck Steinbrecher in der Galerie Nottbohm.

Quelle: PH

Tag für Tag derselbe Blick von oben auf eine wunderbare norddeutsche Landschaft. Dieses Atelier mit Aussicht inspiriert Steinbrecher, der Anfang der siebziger Jahre in Oldenburg Kunstpädagogik studiert hat und in Bad Zwischenahn als freischaffender Maler lebt, zu immer neuen Bildern mit immer demselben Motiv. Der Baum, das Wasser, das Ufer und der Himmel sind auf fast allen seinen Werken zu sehen – ganz oder manchmal nur als kleiner Ausschnitt, je nachdem, worauf sich sein Blick fokussiert hat.

Abstrakt und in Acryl sind seine Landschaftsbilder und immer wieder anders. Ein wenig wie in einem Tagebuch hält Steinbrecher die Atmosphäre fest. Mal in kräftigen gelben und roten Tönen, mal in kühlem Blau. Allerdings nicht unbedingt chronologisch. In einem Bild kann Frühling, Spätsommer und Winter zugleich sein, obwohl er meist nur einen Tag braucht, um die Leinwand zu füllen. „Ich bereite mich auf meine Bilder sehr gut vor“, sagt der Maler. Im Kopf seien sie so gut wie fertig, bevor er anfängt zu malen. Den Baum, das Wasser, das Ufer und den Himmel kann man in seinen expressionistischen Bildern nur erahnen.
Manchmal malt der 61-Jährige auch auf Reisen. In der Toskana sind einige Werke entstanden. Und auch diese sind sehr abstrakt, spiegeln „südliches Licht“, wie er eins der Bilder genannt hat. Steinbrecher will Stimmungen malen und nicht drei Pinienbäume. Und er gesteht, dass er Schönheit mag. Das sieht man seinen Bildern an.

Puck Steinbrecher zeigt eine große Auswahl seiner Landschaftsbilder bis zum 16. April in der Galerie Nottbohm, Kurze Geismarstraße 31, montags bis freitags von 9.30 bis 18.30 und sonnabends von 10 bis 16 Uhr.

Von Eida Koheil

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