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Aufwendige Carmina-Burana-Aufführung in der Jacobikirche Göttingen

Alte Hasen und junge Hüpfer Aufwendige Carmina-Burana-Aufführung in der Jacobikirche Göttingen

Als echtes Gemeinschaftswerk hat am Freitagabend in der Göttinger St. Jacobi-Kirche eine Aufführung von Carl Orffs „Carmina Burana“ auf dem Programm gestanden. Unter Leitung von Stefan Kordes hatten sich dazu neben der Kantorei St. Jacobi der Unterstufenchor des Otto-Hahn-Gymnasiums, diverse Instrumentalisten und Solo-Sänger sowie Schülerinnen der Ballettschule „art la danse“ zusammengefunden, um das Werk in der reduziert instrumentierten Fassung von Wilhelm Killmayer aufzuführen.

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Gemeinschaftswerk: Zahreiche Künstler waren beteiligt an der Aufführung der Carmina Burana.

Quelle: Heller

Göttingen. Mit einem gewaltigen „O Fortuna velut luna“ starteten die Beteiligten gemeinsam in den Abend. Für den nötigen rhythmischen Druck sorgte dabei wie im weiteren Verlauf das Wuppertaler Schlagzeug-Ensemble. Die beiden Chöre – gespickt mit erfahrenen alten Hasen einerseits  und lebensfrohen jungen Hüpfern andererseits – fügten sich überzeugend zu einem gesanglichen Gesamtbild. Hervorragende Solisten, allen voran Tenor Andreas Fischer und Bariton Samuel Hasselhorn, ergänzten die Chöre um stimmliche Erzählfreude und facettenreichen Klanggenuss.

Vom Altarraum, dem sonst gewohnten zentralen Blickpunkt der Kirche, schwärmten die Tänzerinnen nach der Auftakt-Szene immer wieder ins Kirchenschiff aus und bezogen auf diese Weise das Publikum symbolisch in die Aufführung mit ein. Kleine Gesten wie das Verteilen von Nachrichtenzettelchen oder der dargestellte Blick in Schminkspiegel boten spielerische Ansätze für Interaktion. Die gefällige Choreographie von Ballettschulleiterin Judith Kara wirkte zudem nicht zuletzt durch mehrere Kostümwechsel unterhaltsam und abwechslungsreich, ohne zu sehr vom musikalischen Geschehen abzulenken.

Das Gemeinschaftswerk transportiere vor allem eins: Die energiegeladene, sehr direkt ausgedrückte Freude am Leben und am gegenwärtigen Moment, die in den Liedtexten der „Carmina Burana“ festgehalten ist.

Von Isabel Trzeciok

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