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Aus traditionellen Tänzen Funken geschlagen

Promenadenkonzert des Göttinger Symphonie Orchesters Aus traditionellen Tänzen Funken geschlagen

Auf eine weltumspannendeReise zu den Tänzen der Ethnien hat das Göttinger Symphonie Orchester die Zuhörer des Promenadenkonzertes mitgenommen. In der Göttinger Stadthalle waren  Tänze zu hören, wie sie die Komponisten Antonin Dvorák, Georges Bizet und Ottorino Respighi in ihren Werken verarbeitethaben. 

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Beim dritten Promenadenkonzert des Göttinger Symphonie Orchesters: dicht besetzter Saal der Stadthalle.

Quelle: Peter Heller

Ein echter Knaller eröffnete das dritte Promenadenkonzert am Freitagabend, 13. März, in der Stadthalle. In kraftvoll aufstampfendem Takt paukte sich das Göttinger Symphonie Orchester (GSO) stramm durch den SlawischenTanz Nr. 1 C-Dur op. 46 von Antonin Dvorák und entfesselte dabei jene unbändige, Schenkel werfende Lebensfreude, wie sie slawischen  Tänzen zueigen ist: Gleich zu Beginn setzte Dirigent Christoph-Mathias Mueller mit diesem hinreißenden Presto-Stück ein markantes Ausrufezeichen vor ein Programm, das ganz der Bewegung, der wirbelnden Rhythmik, dem Tanz gewidmet war. Weiteren Stücken aus der Feder Dvoráks (den Tänzen Nr. 4 Des-Dur und Nr.7 C-Dur aus op. 72) folgten die Schottischen Tänze Nr. 3 und 4 aus op. 59 von Malcolm Arnold sowie Otto Respighis Ballettmusik zu „La boutique fantasque“ nach Gioacchino Rossini.

 Die Besucher im fast ausverkauften Saal erlebten ein bestens aufgelegtes Orchester, das rhythmische Präzision mit dynamischer Schlagkraft verband und besonders Respighis Ballettmusik in einem süffigen Streicherklang erblühen ließ.

Charme und Temperament

Ebenfalls gut gelaunt und mit viel Charme und Temperament führte Mueller die Zuhörer durch das Programm, hielt das Publikum aber ein wenig hin, was die angekündigten Tanzeinlagen betraf: Erst die „schöne blaue Donau“ von Johann Strauss (Sohn) spülte die Tänzerinnen und Tänzer des ASC Göttingen und TSC Schwarz-Gold aus den Seitengängen auf die Bühne, die sie nun endlich paarweise im wiegenden Walzerschritt durchmaßen. Verstärktes Schlagwerk mit Xylophon kündigte nach der Pause den südamerikanischen „Malambo“ von Alberto Ginastera an. Eine Auswahl aus den „Carmen-Suiten“ von Georges Bizet (mit der „Habanera“ und dem Torero-Lied), Albert Ketèlbeys „Persian Market“ und Leroy Andersons „Blue Tango“ waren weitere Höhepunkte des melodieseligen zweitenProgrammteils, der nun fast durchgängig in fließende Tanzbewegung und ansprechende Choreographie umgesetzt wurde. Begeisterter Beifall am Ende für ein Konzert, das gleichermaßen ein Augen- wie Ohrenschmaus war.

                                                                                                             Matthias Körber

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