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Ausgelassene Jubelrufe, freudiger Gesang

Gospelmusik Ausgelassene Jubelrufe, freudiger Gesang

Ralf Grössler vollendete 2011 sein Gospeloratorium „Going home. Auf dem Weg ins gelobte Land“.

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Viel musikalisches Personal: Gospeloratorium in St. Johannis.

Quelle: PH

Jetzt hat er es beim zehnten Niedersächsischen Kirchenmusikerkongresses mit dem Symphonic-Gospel-Orchestra, dem Kantorei- und dem Gospelchor „Joyful Voices“ der Alexanderkirche Wildeshausen und den Solisten Dennis Legree und Jan Dinger in der Göttinger Johanniskirche aufgeführt. Gemeinsam mit Katja Jöllenbeck stellte der Komponist biblische Texte zusammen, die in deutscher und englischer Sprache den Auszug von Mose und dem Ägyptischen Volk in das gelobte Land beschreiben. Der erste Teil des Oratoriums trägt den Titel „Der Aufbruch“.

In der Johanniskirche wartet das Publikum auf den Chor, der sich an den Seiten und im oberen Rang der Kirche aufgebaut hat. Galeerenpauken eröffnen das Konzert, mit Lichtinstallationen wird der Altarraum stimmungsvoll beleuchtet. Schließlich tritt Moses, gesungen von Legree, auf. Mit kraftvollem, ausdrucksstarken Gesang verkündet der Bariton, dass die Zeit für den Aufbruch nun angebrochen ist. Von überall aus der Kirche strömt daraufhin das Volk in Form des Chores, im Wechsel auf deutsch und englisch singend, zusammen und baut sich auf der Bühne auf. Nun tritt auch Josua, gesungen von Dinger, auf. Die Stimme des Tenors versprüht stets jugendliche Freude. Das Orchester verbreitet Jazz-Klänge, sanfte und energische Töne, die sich stets nach dem Kontext des Geschehens richten. Die geschickte motivische Arbeit Grösslers sorgt dafür, dass die einzelnen Nummern des Werkes zu einem großen Ganzen verschmelzen.

Im zweiten Teil begibt sich das Volk auf die Reise, es wird geschunkelt, geschnipst und mit Armen und Blicken der Weg gedeutet. Das typische Gospel-Gefühl wird von den rund 80 Sängern gut umgesetzt und ist allzeit präsent.

In der „Suche nach Orientierung“ spaltet sich der Chor erneut, während ein Teil des Chores mit ausgelassenen Jubelrufen, freudigem Gesang zu schmissigem Jazz-Sound ein ausgelassenes Fest feiert, wartet der Rest der Sänger auf Moses’ Rückkehr vom Berg Horeb. Am Ende sind alle wieder vereint, Moses blickt ein letztes mal auf sein bewegtes Leben zurück und stirbt schließlich. Doch auch nach seinem Tod verkündet er gemeinsam mit Josua noch einmal in einem emotionalen Duett die Botschaft: Der Herr ist mit dir, wo immer du gehst.

Von Tina Evers

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