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Skulpturen und Bilder zum Thema "Grün!"

Ausstellung zum Tag des Baumes Skulpturen und Bilder zum Thema "Grün!"

Die Ausstellung „Bäume des Jahres – Tag des Baumes“ ist am Freitag in der Torhaus-Galerie in Göttingen eröffnet worden. Bis zum 8. Mai werden Bilder zum Thema „Grün!“ von der Künstlerin Imke Weichert und „Alpacca“-Tier-Skulpturen von Rolf Meurer gezeigt.

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Imke Weichert und Rolf Meurer im Gespräch über die Ausstellung.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. „Die Ausstellung richtet ihren Fokus auf ganz unterschiedliche Weise auf die größten Lebewesen der Erde – auf Bäume“. So begrüßte Wolfgang Giesse vom Fachdienst Friedhöfe der Stadt Göttingen nach einer musikalischen Einstimmung durch die Parforcehorngruppe der Jägerschaft Göttingen die zahlreichen Gäste. Der Fachdienst Friedhöfe zeigt zur Ausstellung auch den „Baumlehrpfad Stadtfriedhof“, wo Besucher sämtliche Bäume des Jahres kennenlernen können.

Bäume und das Leben

„Deutschland ist mit 11,4 Millionen Hektar Fläche eines der Länder mit den größten Waldbeständen innerhalb der EU“, sagte Wolfgang Pages vom Bundesvorstand der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in seinen Ausführungen zum Thema Wald. Und durch eine Veranstaltung wie die Ausstellung werde „wieder einmal ins Gedächtnis gerufen, wie wichtig Bäume für unser Leben sind“.

Unter Baumkronen und stimmungsvolle Wolkengebilde, auf das freie Feld und in grünes geheimnisvolles Dickicht führen die Bilder der Malerin Imke Weichert. Die meisten Motive stammen aus der Umgebung der Künstlerin, die 2005 das Atelier in Rauschenwasser bei Eddigehausen eröffnet hat.

Und so mutet auch vieles vertraut an in den bewaldeten Landschaften. Doch Weichert sieht für sich selbst bei der Gestaltung lichtdurchfluteter Grünstudien von Wäldern, von einzelnen Bäumen oder Borken die Herausforderung darin, „so naturalistisch wie nötig und so abstrahiert wie möglich zu arbeiten“.

Motive machen sich selbstständig

Grobe Oberflächenstrukturen und verschiedene Mischtechniken erzeugen Brüche und fordern dazu auf, Vertrautes neu zu betrachten und zu interpretieren. Sobald der Betrachter eine Feineinstellung im Blick vornehme und sich den Waldlandschaften nähere, lösten sich die Konturen auf, erläuterte die Kulturjournalistin Tina Fibiger in ihrer Einführung in die Ausstellung.

„Man könnte meinen, die Motive machen sich selbstständig, wenn sich Imke Weichert darin vertieft und mit den Elementen der Natur imaginiert“. Die Künstlerin lausche auf die Resonanz ihrer Empfindungen und folge ihnen malerisch auch über unsicheres Terrain, bis sie stimmig anmuten.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung in der Torhaus-Galerie am Stadtfriedhof in Göttingen, Kasseler Landstraße 1, ist bis 8. Mai jeweils Freitag bis Sonntag von 15 bis 17 Uhr geöffnet.

In unmittelbarer Nähe zur Torhaus-Galerie wird eine Winterlinde zum „Tag des Baumes 2016“ am Montag, 25. April, zusammen mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald gepflanzt.

Bäume und einen Tierpark aus Alpacca-Melange, einer silbrigen Legierung aus Kupfer, Nickel und Zink, zeigen die Arbeiten von Rolf Meurer. Der Künstler aus Rosdorf ist weniger dem Naturalismus verbunden. Vielmehr geht es ihm um die Verwandlung profaner Gegenstände und die Gestaltung dynamischer und vitaler Zustände in seinen Skulpturen.

Der angriffslustig anmutende Ziegenbock, das borstige Wildschwein und die Vögel mit stolz geschwellter Brust hatten allesamt ein Vorleben in ganz anderer Gestalt. „Material, das die Gesellschaft nicht mehr will, wandele ich um in Figuren, die man gerne hätte“, sagt Meurer.

Löffelschalen, Gabelzinken und Besteckgriffe, Schrottteile und abgelegte Haushaltsgegenstände verschmelzen bei ihm kunstvoll zu neuen Geschöpfen deren Details sich erst bei genauer Betrachtung erfassen lassen. Fibiger: „Die eigentliche Metamorphose, die sich in seinen Arbeiten mitteilt, meint ja nicht nur die Wandelbarkeit des Materials, sondern auch das Material selbst.“

Von Karola Hoffmann

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