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BBK Südniedersachsen zeigt Jahresausstellung

Durch Raum und Zeit BBK Südniedersachsen zeigt Jahresausstellung

Das Stichwort „before“ haben die Mitglieder des Bundes Bildender Künstler (BBK) Südniedersachsen zum Ideengeber und Titel für ihre Jahresausstellung 2015 genommen. Die hierfür entstandenen Werke sind derzeit im Künstlerhaus zu sehen. Um allen Arbeiten ausreichend Platz und Wirkungsfreiheit zu geben, nutzt das Künstlerhaus dabei alle drei Ausstellungsebenen.

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Blick in die Ausstellung in den oberen Galerieräumen des Künstlerhauses.

Quelle: Heller

Göttingen. Das englische „before“ erlaubt den beteiligten Kunstschaffenden und ihrem Publikum zahlreiche Assoziationen. Es lässt zeitliche, aber auch räumliche Ideen eines „Davor“ und eines „Danach“ oder „Dahinter“ zu und lädt damit zu einer Reise durch Raum und Zeit.

So unterschiedlich wie die vielfältigen und vielschichtigen Künstlerpersönlichkeiten des BBK sind auch die ausgestellten Werke und die zugehörigen Arbeitstechniken. Georg Hoppenstedt etwa zeigt ein großformatiges, farbintensives Gemälde, dessen Abstraktionsgrad den Ausstellungsgästen zahlreiche Interpretationen offen hält. Eva Rosinsky wiederum arbeitet mit Collagen aus Gebrauchsgegenständen. Ein altes Küchenbrett, ein Bilderrahmen und viele Farbkleckse ergeben dabei aus dem „Vorher“-Einsatzgebiet der Bestandteile, das „Nachher“, das an eine vielgenutzte Palette erinnert.

Im Gewölbekeller des Künstlerhauses sind Videoinstallationen zu sehen. Hier zaubert die fraktale Geometrie Schönes für das Auge und Anregendes für das Gehirn. Raum und Zeit verschwimmen. „Kokon I“, eine Plastik von Sabine Harton wiederum nimmt recht offensichtlich das zeitliche „Vorher“ zum Thema und überlässt es der Fantasie der Betrachtenden, was aus dem großen Gebilde möglicherweise einmal an Schönem oder Unheimlichem entsteigen könnte.

Etwas Besonderes erwartet Gäste, die am Sonntag, 27. Dezember, um 11 Uhr zur Finissage der Ausstellung kommen werden. Die Künstlerin Ute Gruenwald wird dabei in einer Performance ein derzeit nur in der großen Reiseverpackung ausgestelltes monumentales Gemälde auspacken und präsentieren. Der Clou dabei: Das Bild hat sie bereits vor rund 30 Jahren gefertigt. Seitdem ist es in der Transportverpackung gelagert. Eine sehr eigenwillige Interpretation des Ausstellungsmottos sollte damit garantiert sein.

Die Ausstellung ist noch bis zum 27. Dezember im Künstlerhaus Göttingen, Gotmarstraße 1, zu sehen. Öffnungszeiten sind dienstags bis freitags von 16 bis 18 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 11 bis 16 Uhr.

 Von Isabel Trzeciok

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