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Bach und Händel im Wettstreit

Internationale Händel-Festspiele Bach und Händel im Wettstreit

Von einem solchen Wettstreit haben bereits die Zeitgenossen geträumt. Die Leipziger Camerata Bachiensis ließ beim Stiftungskonzert in der vollbesetzten Göttinger Universitätsaula die Komponisten Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach gegeneinander antreten.

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Die Camerata Bachiensis gewann bei der „Göttinger Reihe Historischer Musik“ 2015 den Publikumspreis.   

Quelle: PH

Göttingen. Ein Messen der Kräfte in den Disziplinen Sonate, französische Suite und italienische Kantate: Das war die Idee von Händelforscher Hans Joachim Marx. Die Stiftung Internationale Händel-Festspiele Göttingen setzte sie zum 80. Geburtstag des Wissenschaftlers, der ihrem Stiftungsrat vorsitzt, um. Sie verpflichtete dazu die Leipziger, die vor einem Jahr beim Nachwuchswettbewerb „Göttinger Reihe Historische Musik“ den Publikumspreis gewonnen hatten.

Den Aufschlag machte Bach mit seiner Sonate G-Dur. Faszinierend war insbesondere der dritte Satz, wo den Zuhörern bei den überraschenden Wendungen in der Harmonik die Luft weg blieb. Violinistin Anne Kaun hielt die langsamen Töne des Werks beeindruckend lang. Expressiver gestaltete sich Händels Sonate c-Moll. Roberto De Franceschi überzeugte an der Oboe. Das Barockinstrument verfügt über weniger Klappen als moderne Varianten. Der Musiker muss die Tonhöhe mit dem Mund erspielen.

Bachs angenehm zu spielende Suite h-Moll und Händels fordernde, laute, schnelle Suite g-Moll interpretierte Cembalistin Julia Chmielewska-Ulbrich. Ein Genuss!

Italienische Kantaten hat Bach nur wenige geschrieben. Marx wählte „Non sa che sia dolore“ aus, eine Auftragsarbeit für Studenten, die sich mit dem Werk von einem der ihren verabschiedeten. Sopranistin Joowon Chung sang mit der Traversflöte im Duett. Ihrer beeindruckenden Emotionalität konnte sie in Händels dramatischer Kantate „Armida abbandonata“, ganz anders Ausdruck verleihen. Die Musiker, darunter Magdalena Schenk-Bader (Violine), Philipp Weihrauch und Isolde Winter (beide Violoncello), erhielten kräftigen Applaus.

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