Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Annisokay sorgt für Gänsehaut

Metal-Band im Exil Annisokay sorgt für Gänsehaut

Er brüllt und grunzt ins Mikro. Hinter Sänger Dave Grunewald kreischen die E-Gitarren. Schlagzeuger Nico Vaeen, der über allen thront, lässt es donnern. Am Mittwochabend gastierte die Metal-Band Anniskoay im Live-Club Exil an der Weender Landstraße. Die Hallenser stellten ihr neues Album „Devil may care“ vor.

Voriger Artikel
Friedrich Ani bei Hugendubel
Nächster Artikel
Joseph Myers mit neuem Album auf Tour

Gastspiel im Exil: Die Band Annisokay spielte im Exil.

Quelle: r

Göttingen. „Zeigt mir, wie böse ihr seid“, ruft Grunewald und die mehr als 100 Zuhörer strecken ihm ihre gehörnten Fäuste entgegen. Wie besessen hüpft der Sänger auf der Bühne umher, springt wieder und wieder auf eine Kiste, schwebt dann über seinem überwiegend jungen Publikum. Die tätowierten Arme nach rechts und links ausgestreckt starrt er mit vorgebeugtem Kopf durch seine dicke Brillengläser ins Nichts.

Begeistert springen die ersten Reihen zum brachialen Sound auf und ab. Grunewald lässt sie headbangen und Polonaise tanzen, brüllt: „Göttingen, das ist eure Bühne!“ Dann heißt es: „Runter auf die Knie“ und das Publikum kauert sich vor dem Sänger nieder, bis er es wieder in die Höhe schießen lässt.

Grunewalds Gänsehaut-Gegrunze steht in reizvollem Kontrast zum glockenhellen, unschuldigen Pop-Gesang von Christoph Wieczorek, der auch E-Gitarre spielt. Seit 2007 gibt es die Band mit ihren eingängigen Melodien. 2012 brachte sie ihr erstes Album, „The Lucid Dreamer“, auf den Markt. Daraus gab es Mittwoch ebenso Stücke zu hören wie vom zweiten Album „Enigmatic Smile“. In Mittelpunkt stand aber die neue Scheibe. Auf ihr covern die Metaller Michael Jacksons Stück „Beat it“. Der King of Pop inspirierte die Band mit seinem Song „Smooth Criminal“, in dem eine Annie in ihrer Wohung überfallen wird, zu ihrem Namen, dem hoffnungsvollen Ann is okay.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Milchbar im Nörgelbuff