Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
Band Kapelle Petra sorgt für Spaß im Göttinger Live-Club Exil

Schrille Musiker Band Kapelle Petra sorgt für Spaß im Göttinger Live-Club Exil

Wenn man nichts Besonderes mehr vor hat, wie kann man seine Zeit da am besten nutzen? „Geht wieder mehr auf Konzerte“, lautet die einfache Lösung von Kapelle Petra.

Voriger Artikel
Göttinger Musikerin Uta Mittler erhält Verdienstkreuz
Nächster Artikel
Anne von Canal und Heikko Deutschmann im Literarischen Zentrum

Skurril: die Musiker von Kapelle Petra.

Quelle: EF

Göttingen. Zahlreiche Fans der ulkigen Gruppe sind dieser Aufforderung gefolgt und haben am Donnerstagabend den Ernst beiseite gelegt, um gemeinsam im Live-Club Exil zu feiern.

Zur Einstimmung begrüßt die vierköpfige Band Tone Fish aus Hameln das Publikum mit Gesang, Akustikgitarre, Flöten, Cajon und irisch angehauchter Folkmusik. Sanfter, harmonischer Gesang und eindringliche Instrumentalmusik lassen altbekannte Titel, wie „English man in New York“ auf eine neue Weise glänzen. Tiefgründige Themen dominieren die Titelauswahl von Tone Fish. Umso kontrastreicher wirkt Kapelle Petra mit ihrem schrulligen Auftritt im Anschluss.

Kapelle Petra, das sind die drei Musiker Guido Scholz, Rainer Siepmann und Markus Schmidt. Begleitet werden sie stets von der sogenannten „Gazelle“, einem stattlichen Mann im Anzug mit großer Brille und Baskenmütze, dessen Hauptaufgabe darin besteht, gelangweilt dreinblickend auf einem Klappstuhl auf der Bühne zu sitzen und gelegentlich ein Instrument anzureichen oder ein Pappschild hochzuhalten. Schon der Anblick der skurrilen Figuren mit ihren kurzen, bunten Krawatten macht eines klar: Es wird lustig und schrill.

Mehrere Zugaben

Die Texte basieren oftmals auf einer zentralen Zeile, die unentwegt wiederholt wird und sich sofort wie ein Ohrwurm tief festsetzt, so dass auch wirklich jeder im Raum sofort die simplen Melodien mitsingen kann. Kapelle Petra steht nicht für extravagante komplexe Kompositionen, sondern vor allem für Spaß und Unterhaltung.

Das Publikum springt umher, zieht mit einer Polonaise durch den Raum, angeführt von Gazelle, zu „Pausenmusik“, ein Song, der tatsächlich immer nur dasselbe Wort wiederholt und sonst lediglich durch ein bisschen „lalala“ angereichert wird. Ausgelassen feiern alle kurz darauf „Geburtstag“. Der wohl bekannteste Song von Kapelle Petra sorgt mit einem Hosenschlitzsolo, Scherengeklapper und Partyhütchen noch einmal für ein Glanzlicht.

Mehrere Zugaben muss Kapelle Petra den wild schreienden Gästen spielen. Gazelle verlässt als erster die Bühne, die Band spielt weiter, allmählich gehen auch die anderen Musiker, bis Scholz am Ende ganz alleine noch einen Zugabe gibt, singt, Gitarre spielt, ans Schlagzeug rennt und ein letztes Mal ausflippt. Es ist schwer, sich von dem bunten Wahnsinn von Kapelle Petra nicht mitreißen zu lassen.

Von Tina Evers

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Milchbar im Nörgelbuff