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Band of Friends mit Tribute-Show im Göttinger Exil

Auf den Spuren Gallaghers Band of Friends mit Tribute-Show im Göttinger Exil

Eine gelungene Tribute-Show auf die Beine zu stellen, ist keine einfache Aufgabe. Erst recht nicht, wenn die Show einem Künstler gewidmet sein soll, dessen komplexe Spielweise ihm den Status einer Rocklegende eingebracht hat. Die „Band of Friends“ begibt sich dennoch auf die musikalischen Spuren von Rory Gallagher (1948-1995). Und es gelingt. Auch weil zwei der drei Musiker den Gallagher-Gitarrensound deshalb gut kennen, weil sie ihn selbst mit geprägt haben.

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Gallagher-Sound von Marcel Scherpenzeel (links) und Gerry McAvoy.

Quelle: Vetter

Göttingen. Im Rock-Music-Club Exil begrüßt Hausherr Karl Schrader zum Konzert von „Band of Friends“ ein fast volles Haus. „Viele Leute hier im Publikum begleitet Rory Gallagher schon ihr ganzes Leben“, leitet er das Konzert ein und erntet schon dafür viel Applaus. Die Stimmung ist von Anfang an bestens. Dann betritt die Band die Bühne und Gitarrist Marcel Scherpenzeel beginnt das Konzert mit einem Gitarrensolo. Das wird typisch sein für den Abend. Kein Song kommt ohne Solo aus, oft genug werden sogar mehrere in einem einzigen Stück gespielt. Dabei macht Scherpenzeel seine Sache sehr gut und entlockt seiner Gitarre Töne von melodischen Singsang bis kratzigem Geschrammel. Die Rolle Gallaghers füllt der Niederländer zumindest musikalisch gut aus, wobei er ansonsten ungleich introvertierter rüberkommt als das Original.

Neben Scherpenzeel gehören noch der Drummer Ted McKenna und Bassist Gerry McAvoy zur Band. Das Besondere an beiden ist, dass sie einst mit Gallagher auf der Bühne standen.  McAvoy spielte von 1971 bis 1991 in Gallaghers Band und war als Bassist an allen großen Alben beteiligt. Die „Band of Friends“ formierte sich aufgrund seiner Initiative.

Vor allem dem Zusammenspiel von McAvoy und Scherpenzeel ist es zu verdanken, dass bei dem Konzert eine großartige Stimmung herrscht. Immer wieder zieht McAvoy seinen schüchtern wirkenden Bandkollegen nach vorne, und heizt das Publikum bei den Gitarrensolos seines Kameraden an. Die Konzertbesucher indes steigen sofort darauf ein, singen nach, klatschen, einige spielen Luftgitarre. Ein gelungener Abend zum Andenken an einen großen Künstler.

Von Daniela Lottmann

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