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Beatsteaks vor 4000 Zuhörern in der Lokhalle Göttingen

Viel Show und Leidenschaft Beatsteaks vor 4000 Zuhörern in der Lokhalle Göttingen

Etwas Altes, etwas Neues und etwas Geliehenes – nein, hier wird nicht die Staffage für eine Märchenhochzeit beschrieben. Sondern die Formel für ein gelungenes Rockkonzert, das den Zuschauern noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Die Berliner Rock- und Punkband Beatsteaks machen auf ihrer „Creep Magnet“-Tour Halt in der Lokhalle und treten hier vor etwa 4000 Konzertbesuchern auf.

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Mit viel Leidenschaft auf der Bühne: Beatsteaks-Frontmann Armin Teutoburg-Weiß.

Quelle: Heller

Göttingen. Auf der Setlist stehen bekannte Kracher wie der Song „I don‘t care as long as you sing“, den die Musiker bereits vor zehn Jahren herausgebracht haben. Aber auch neue Songs von ihrem neuem Album „Beatsteaks“ sind zu hören, ebenso wie Coversongs von Nirvana oder The Police.

Als die Band die Bühne betritt, sind von ihnen nur Schatten hinter einem dünnen Vorhang zu sehen. Ein paar Takte spielen sie an, als das Publikum kollektiv in ein rhythmisches Rufen verfällt. „Beatsteaks“ wird im Wechsel mit kurzen Gitarrenriffs von der Bühne gefordert. Der Vorhang fällt, die Band donnert in die Gitarrensaiten, der Saal tobt.

„Habt ihr eure Tanzschuhe an? Kann es losgehen?“, fragt Sänger Arnim Teutoburg-Weiß. Es bleibt bei kurzen Ansagen, lange Reden gehören nicht zum Stil der Berliner. Und man muss die Band nur kurz beobachten, um zu wissen, warum sie so wenig Pausen machen. Weil sie ihre Musik selbst genießen.

Die Beatsteaks zeigen einen ungeheuren Enthusiasmus. Teutoburg-Weiß wirbelt über die Bühne, steigt auf Verstärker und interagiert immer wieder mit dem Publikum. Hüpfen, klatschen, mitsingen – diese Leidenschaft wirkt ansteckend auf die Zuschauer.

Mitten im Song „Let me in“ wird die Musik leiser und eine Geste von Teutoburg-Weiß genügt – der ganze Saal hockt sich hin. Nur um beim nächsten donnernden Refrain wieder hochzuschnellen.

Auch wegen solcher Showeinlagen hat die Band zurecht den Ruf, eine herausragende Konzertband zu sein. Dazu gehört auch, dass sie nach dem letzten Lied nicht einfach von der Bühne verschwinden. Sie geben natürlich Zugaben, aber nicht nur ein oder zwei Lieder. Sondern drei Sets mit mehreren Songs, die sie immer noch spielen, als hinter ihnen die Roadies bereits beginnen, die Bühnendekoration abzubauen. Eine großartige Band. Wer sie nicht live erlebt hat, hat etwas verpasst.

Von Daniela Lottmann

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