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Benefizkonzert in der Aula der Universität Göttingen

Musik für Nepal mit dem Quisquis-Qunintet Benefizkonzert in der Aula der Universität Göttingen

Das Konzert sei eine Mischung aus Freude an der Musik und dem Wunsch zu helfen, berichtet Anika Machura zur Begrüßung. Zusammen mit dem Göttingen Quisquis Quintet organisierte sie das Benefitzkonzert "Musik für Nepal" am Freitagabend in die Aula der Universität. Das Spiel der Musiker und die Spenden der Zuhörer galten an diesem Abend dem Wiederaufbau des vom Erdbeben zerstörten Musikwissenschaftlichen Instituts der Universität Kathmandu.

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Zusammen mit dem Göttingen Quisquis Quintet organisierte sie das Benefitzkonzert "Musik für Nepal" am Freitagabend in die Aula der Universität.

Quelle: Heller

Göttingen. Trotz der hochsommerlichen Temperaturen kamen viele Zuhörer. Besonders zahlreich waren die jungen Menschen im Publikum, auffällig auch viele asiatischer Herkunft.
Das Quintet Quisquis gründete sich im vergangenen Jahr und besteht aus Studierenden der hiesigen Universität - angehenden Musikern und Medizinern. Die Amateur-Musiker wählten für den Abend ein ansprechendes, klassisch-romantisches Kammermusik-Programm. Das Ensemble begann als Streichquartett und spielte Antonín Dvoráks "Amerikanisches" Streichquartett F-Dur.

 Die Violinisten Wong Tsz und Maria Mironova, die Bratschistin Viola Vogt und der Cellist Moritz Disselkamp brachten die Euphorie dieses in Amerika geschriebenen und uraufgeführten Werkes mit seinen markanten Motiven zum Klingen - eine beachtliche Leistung angesichts der schweißtreibenden Hitze in der Aula.
Überragend das anschließende Duo: Pianist Richard Mansky spielte mit dem studierten Gast-Violinisten Christoph Bloos die Violinsonate KV 378 von Wolfgang Amadeus Mozart. Souverän und schwungvoll schöpften beide Musiker aus dem Vollen, interpretierten facettenreichen - zwischen vital und verträumt.  Für den stürmischen Applaus bedankten sie sich mit einer Miniatur des Engländers Edward Elgar.
Auch die Pause half Nepal: Sehr viele Besucher nutzen das Angebot an Getränken, deren Verkaufserlös als Spende nach Asien geht. Nach der Erfrischung saß wieder das Streichquartett auf der Bühne.  Mit dem "Andante Cantabile" aus Peter Tschaikowskys Streichquartett D-Dur op. 11 wählten die Musiker einen ruhig-getragenen Satz mit einer singbare Melodik.

 Zum Schluss vereinigten sich alle Musiker zum Quintett und spielten das Klavierquintett c-Moll des russischen Komponisten und Mediziners Alexander Borodin. Pianist Richard Mansky schwelgte hier mit virtuosen Läufen in den Moll-Harmonien der Streicher.
Resümee des kurzweiligen und abwechslungsreichen Abends: ein jubelndes Publikum, glücklich strahlende Musiker und eine mit Geldscheinen gut gefüllte Spendenbox für den Wiederaufbau in Nepal.

Von Udo Hinz

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