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Bernd Begemann One-Man-Show im ausverkauften Göttinger Nörgelbuff

Der Clown hat den Blues Bernd Begemann One-Man-Show im ausverkauften Göttinger Nörgelbuff

„Morgen endlich wieder Göttingen, die Perle des Geistes inmitten der beiden Austernschalen Nörtener Wald und Göttinger Wald. Freue mich sehr, weil ich dort immer auf Verständnis traf und es schon wieder zu lange her ist. Und, ja, ihr mögt mit mir zusammen alt werden, aber ernährt euch bitte anders als ich.“ So hat Bernd Begemann seinen Besuch auf Facebook angekündigt.

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Entertainer: Bernd Begemann zu Gast im Nörgelbuff.

Quelle: Heller

Göttingen. Eine lange Schlange vor dem Nörgelbuff deutet am Freitag auf ein besonderes Ereignis hin. Ein kleines Tänzchen vorweg und laute Musik vom Band: Herzlich willkommen zur Bernd Begemann Show! Im beigen Anzug mit Krawatte legt er los. „Sie fuhr einen lila Twingo, ich brannte für sie lichterloh“. Begemann ist ein Unikum in der deutschen Unterhaltungsbranche. „Bernd Begemann hat keinen Blues und Soul, Bernd Begemann IST Blues und Soul“, hat Thees Uhlmann mal über ihn gesagt. Mitte der Achtziger hatte er erste Erfolge mit seiner Band „Die Antwort“. Seine Soloauftritte sind seitdem Kult.

 
Clownesk torkelt er über die Bühne, zieht Grimassen, flüstert, seufzt und schreit und spielt dabei mit dem Publikum. Einzige Begleiter sind dabei seine Gitarre und diverse Effektgeräte. Er ist ein aufmerksamer Beobachter von kleinen alltäglichen Dingen und kennt Fernsehserien wie die „Gilmore Girls“. Dabei gibt er mal Hintersinniges oder einfach nur Klamauk von sich, ist kritisch bis hin zur Selbstkritik: Er sei kein Esoteriker, aber er glaube, dass Flüche funktionieren. Lactoseintolerante und Veganer bekommen im Sinne des Wortes ihr Fett weg, aber auch Helene Fischer. TV-Serien werden seziert und die Aufhebung von Frauen- und Männertrash aufgearbeitet.

 
Begemann geht auf Zuschauerwünsche ein, es gibt Bekanntes zu hören wie „Unten am Hafen“ oder „Verhaftet wegen sexy“. Nach gut zweieinhalb Stunden beendet Begemann seine Ein-Personen-Inszenierung und verschwindet standesgemäß hinter dem Vorhang, der nur zur Abhängung der Wand dient. Zurück lässt er ein begeistertes Publikum.

 

Von Jörg Linnhoff

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