Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Big Band Presto spielt Swing, Rock und Soul im Deutschen Theater

Benefizkonzert Big Band Presto spielt Swing, Rock und Soul im Deutschen Theater

Die ersten Töne erklingen: „Wenn ich fünf Minuten vor dem Auftritt hinter der Bühne steh‘ - und mir durchs kleine Loch im Vorhang das große Publikum anseh‘…“

Voriger Artikel
Andrea Badey mit „Eine Frau geht ,seinen‘ Weg“ im Göttinger Apex
Nächster Artikel
Kulturtipps für Göttingen von Angela Brünjes

Benefizkonzert für herzkranke Kinder: Big Band Presto präsentiert ihr Programm „Man spricht deutsch“ im Deutschen Theater.

Quelle: Heller

Göttingen. Auf den Vorhang wird ein Bild projiziert: Udo Lindenberg sitzt mit dem Rücken zum Publikum auf einem Stuhl. Dann öffnet sich der Vorhang, und die Big Band Presto erscheint. Mathias Gotthardt betritt die Bühne. Er sieht Udo Lindenberg nicht ähnlich, und doch hat er eine ähnlich rauchige Stimme wie der Hamburger.

Am Sonnabend gab die Big Band im Deutschen Theater ein Benefizkonzert für herzkranke Kinder. Der Reinerlös des Abends ging an den Verein Gekko (Göttinger Eltern kardiologischer Kinder Kontaktgruppe). Der Gedanke an die herzkranken Kinder war an diesem Abend allgegenwärtig. Thomas Paul von der Kinderherzklinik der Universitätsmedizin Göttingen zeigte sich gerührt über die Spenden und den nahezu ausverkauften Theatersaal. Heike Bauer von Gekko fand , untermalt von einer Bilderschau, die richtigen Worte, um den Menschen die Arbeit der Kontaktgruppe näher zu bringen.

Presto präsentierte ihr Programm „Man spricht deutsch“ und gestaltete den Abend dementsprechend mit Stücken von deutschen Musikern. Im Vordergrund standen dabei Stilrichtungen wie Swing, Rock und Soul. Es waren kraftvolle, fetzige Titel dabei, aber auch etwas ruhigere. „Ich wollte nie erwachsen sein“, sang Gotthardt in dem Stück von Peter Maffay, „Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben – erst dann, wenn ich’s nicht mehr spüren kann, weiß ich, es ist zu spät für mich“.

Mit Witz und Humor leitete der Sänger als Moderator das Publikum durch das Programm. Auf Dirigent Christian Archontidis, der griechische Wurzeln hat, wies Gotthardt gerne häufiger hin, um so fröhlich-frech über die aktuellen politischen Verhandlungen zwischen EU und Griechenland zu frotzeln. Die Band, die zum Großteil aus Hobbymusikern besteht, passte sich an und spielte vor allem fröhliche Lieder - Stücke, die Spaß machen sollen.

„Der Mond ist rund, ich bin es auch“, sang Pauline Gildein. Die Sängerin hüpfte und tanzte temperamentvoll über die Bühne. Sie sang mit klarer, ausdrucksstarker Stimme. Zu „Ich wäre gern wie Du“ aus Disneys Dschungelbuch wirbelte sie im Affenkostüm über die Bühne. Die Trommeln der Big Band sorgten musikalisch für ein Dschungel-Gefühl.

Mit kehliger Stimme gab Henning Froböse „That’s life“ von Frank Sinatra zum Besten. Auch mit einer halb gesungenen, halb erzählten Geschichte brachten die Musiker aus Wolbrechtshausen das Publikum zum Lachen: „Learning by Burning“ handelt von Kindern, die mit dem Feuer spielen. Andere Stücke wiederum galten ganz dem Zusammenspiel der Band. Auch instrumental bewiesen die Musiker, was sie können. In „Ulla in Afrika“ nach Peter Herbolzheimer gaben der Pianist und die Bläser abwechselnd die Melodie vor, bevor die Big Band gemeinsam weiterspielte.

Ein gelungener Abend mit gutem Zweck – fand auch das Publikum. „Sollen wir wiederkommen?“, fragt Gotthardt, und erhält als Antwort ein lautes „Ja!“ aus dem Zuschauerraum.

Von Theresa Hellwig

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Milchbar im Nörgelbuff