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Bilder von Dorsten Klauke in der Galerie Wasserscheune in Erbsen

Ausstellung Bilder von Dorsten Klauke in der Galerie Wasserscheune in Erbsen

Beinahe abgerissene Plakate von Stierkampfankündigungen, vom Abend einer Sängerin, einer Flamenconacht oder dem Theater in Caracas, Barcelona und Argentina – die Gemälde von Dorsten Klauke nehmen die Zeichen und Bilder in den Blick, die den spanischen und südamerikanischen Alltag an Straßenecken und Hauseingängen spiegeln und dokumentieren. 

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Spanische Impressionen: Dorsten Klauke und der Stierkampf.

Quelle: Heller

Mit mal leichtem, schnellem, mal fast gespachteltem Duktus bearbeitet er diese, seine sogenannten  „Informationsträgerbilder“. Er setzt Flächen gegen Flüchtiges, schiebt eine Farbe über die andere, baut mit Eindrücken von draußen, von den Reisen im Atelier in Arnstadt seine Informationseinheiten zusammen. Hier deutlich, dort nachlässig aufgepinselt, ist die fragmentierte Schrift zu erkennen, große Zahlen überspannen Farbe und Fläche. 

Die Gemälde sind an der  zentralen Wand im Studio Wasserscheune in Erbsen zu sehen. Mehrere Meter erstrecken sich die Bilder hier in die Höhe, verweisen auch auf diesem Weg an ihre Vorbilder, die  beiläufigen Zeichen der Straße. Bevor Klauke als Initiator auch von Soziokulturellen Projekten tätig wurde, hat er Musik studiert und sich nebenher als Maler ausgebildet. 

Nicht minder gefällig

Zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit schwanken die einzelnen Passagen der Bilder, andere, sehr schmale Hochformate, zeigen Papageien, der Pinselschwung nutzt formal den Flügel, gleitet gefällig im Bogen des Rückens entlang. Es schließen sich, nicht minder gefällig, Landschaften an. Der Linie der Hügel um das Valle de Hecho passen sich die darüber schwebenden Vögel an, beim Blick auf Trujillo verschwimmt die Stadt zugunsten einer sehr räumlichen Darstellung, ein Fels im Vordergrund scheint greifbares Material und Malerei zugleich. Manche der Bilder zeugen von einer nachdrücklichen Bearbeitung, andere, die meisten verbleiben jedoch sehr im konventionell Dekorativen, Realistischen oder Plakativen. 

Bis zum 1. Juni im Studio Wasserscheune in Erbsen, Alte Dorfstraße 4, sonntags von 15 bis 18 Uhr zu sehen.

                                                                                                                       Von Tina Lüers

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